Rückzugsort zum Entspannen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 03. März 2021

Haus & Garten

Ein Wintergarten wird dank Holz im Verbund mit Metall ganzjährig zur gemütlichen Wohnoase.

"Holz als Werkstoff für den Wintergarten liegt in der Beliebtheitsskala vieler Interessenten an vorderster Stelle", zu diesem Schluss kommt Franz Wurm vom Wintergarten Fachverband. "Das ist auch verständlich, denn Holz ist Natur pur und bietet zahlreiche Vorteile", schreibt der Fachmann in einer Pressemitteilung.

Bei der Auswahl der Materialien hat der Kunde die Qual der Wahl, sagt Wurm: "Sicher ist es legitim, sein Produkt verkaufen zu wollen. Ein seriöser Anbieter erläutert aber objektiv die Vor- und Nachteile der verschiedenen Werkstoffe und muss nicht unbegründete Bedenken schüren. Es kommt auf die fachgerechte Verarbeitung an."

Dass Holz sich immer größerer Beliebtheit erfreut und ein Trend zu diesem Werkstoff zu erkennen ist, zeigt auch die Tatsache, dass einige namhafte Hersteller aus den Bereichen Kunststoff und Metall mittlerweile Holz-Metall-Glas-Verbundkonstruktionen nicht nur anbieten, sondern auch selbst produzieren.

Grautöne im Kommen

Beim Thema Holz und Wintergarten hat sich in der Akzeptanz und Wahrnehmung der Bauherren in den letzten Jahren vieles geändert. "Die Zahl der markanten Farbtupfer beim Wintergarten stagniert inzwischen", so Wurm. "In der Außenansicht gewinnt der Farbton Grau, von Anthrazit bis Telegrau und weitere Metalltöne immer mehr Anhänger. Dächer werden zunehmend in Titanzink und Uginox gebaut. Beim Auto werden edle Metalliclackierungen in Grau bis Schwarz bevorzugt, da darf der Wintergarten natürlich in nichts nachstehen", sagt der Experte.

Holz und Metall

Nicht jeder Haustyp verträgt die "graue Eleganz", wie zum Beispiel Häuser mit viel Holz im Außenbereich. "Aber auch für diesen Haustyp gibt es eine elegante Lösung. Sie müssen auf den Witterungsschutz mit einer harten Metallschale nicht verzichten", erklärt Wurm. Fachleute haben intensiv an pulverbeschichteten Aluminiumprofilen mit Holzdekorflächen in hervorragender Qualität gearbeitet. Nahezu jede Holzart ist möglich. Nicht aufgesetzte Folien, sondern in die Pulverschichtdicke eingebundene Maserungsbilder inklusive Astnachbildungen, wirken verblüffend echt.

Ideale Materialien

Hochwertiges Isolierglas, Stahl, Kunststoff, Aluminium oder Holz – welches Material eignet sich am besten? Wichtigstes Kriterium bei der Materialauswahl ist die optimale Wärmedämmung. "Eine Holz-Aluminium-Konstruktion vereint alle Vorzüge auf sich", sagt der Wintergartenfachmann. "Bei dieser Konstruktion trägt das Holz die komplexe Glaskonstruktion, nach außen ist es vollständig mit Aluminium verkleidet." Die Vorteile liegen in der Kombination der beiden Baustoffe: Neben einer idealen Wärmedämmung ist Holz sehr tragfähig und einfach in der Verarbeitung. Als nachwachsender Rohstoff ist Holz umweltfreundlich. Außerdem schafft es im Inneren ein heimeliges und gemütliches Ambiente und schützt am besten vor Lärm.

Gleichzeitig erhöht die Alu-Deckschale, die farblich in vielen Varianten und mittlerweile auch im Holzdekor gestaltet werden kann, die Lebensdauer des Wintergartens. Auch der Schutzanstrich des Außenbereichs, der bei einem reinen Holzwintergarten nötig ist, entfällt bei einer Holz-Alu-Konstruktion.

Glasauswahl

Glas ist nicht gleich Glas, deshalb gilt es einiges zu beachten. Laut Energieeinsparverordnung muss die Verglasung aus hochwärmedämmendem Zweischeiben-Wärmeschutz-Isolierglas bestehen. Zusätzlich muss das Dach mit einem bruchsicheren Verbundglas gedeckt sein. Auf den Einsatz von Verglasungen mit sogenannter warmer Kante sollte großer Wert gelegt werden.

Belüftung und Beschattung

Damit der Wintergarten nicht bei der ersten längeren Sonneneinstrahlung zum Treibhaus wird, ist sowohl eine professionelle Lüftung als auch eine Beschattung des Wintergartens notwendig. Ohne ein funktionierendes System kann es schnell heiß werden, verbrauchte Luft wird nicht ausgetauscht und durch die Pflanzen bildet sich Schwitz- und Tauwasser. Ein effektiver Luftaustausch wird über Zuluftöffnungen am tiefsten Punkt und Abluftöffnungen am höchsten Punkt des Glashauses erzeugt.

"Besonders geeignet, um intensive Sonneneinstrahlung abzuwehren, sind auf dem Dach angebrachte Markisen", erklärt Franz Wurm. "Sie reflektieren das Licht, bevor es ins Innere gelangt." Innen angebrachte Rollos seien weniger effizient. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich der häufig zu geringe und nicht hinterlüftete Zwischenraum zwischen Rollo und Glas so erhitzt, dass das Glas zerspringt. Bei Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Blattoberfläche nicht durch zu große Hitze geschädigt wird. Halbtransparente Sonnenschutzeinrichtungen mit Verstellmöglichkeiten bieten hier die optimale Unterstützung.