Schauspieler

Samuel Koch macht bei der Verleihung der Landesauszeichnung mächtig Eindruck

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 18. Juli 2019 um 08:07 Uhr

Rheinfelden

Das Rheinfelder Georg-Büchner-Gymnasium ist Teil des Netzwerks "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Bei der Aufnahmefeier kam auch Schauspieler Samuel Koch als Pate.

Alle waren gekommen: Schüler, Lehrer, Eltern, Vertreter der Stadt und Ehrengäste drängten sich im Lichthof des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG). Gespannt verfolgten sie die Aufnahme in das bundesweite Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt von Pate Samuel Koch.

Gemeinsam einschreiten gegen Diskriminierung

Schulleiter Volker Habermaier eröffnete mit einer kurzen Rede, in der er allen Beteiligten dankte, die dem GBG zur Aufnahme in das Netzwerk verholfen haben. Bereits im Winter hat sich die überwältigende Mehrheit der am Schulleben Beteiligten durch Unterschrift zu den Werten von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" bekannt. Das bedeutet, gemeinsam einzuschreiten, sobald die Diskriminierung von Menschen mit anderen Überzeugungen, anderer Abstammung oder anderer sexueller Orientierung spürbar wird.

Die stellvertretenden Schülersprecher Finja Buchholz, Lara Ehrenreich und Daniel Bojti veranschaulichten, was dieses Bekenntnis konkret heißt. Sie zeigten einen Ausschnitt aus dem Theaterstück, das sie im Frühjahr geschrieben und allen Mitschülern sowie dem Kollegium vorgeführt hatten.

Danach verlieh Landeskoordinator Markus Schädle dem Gymnasium offiziell den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Um Teil des Netzwerks zu bleiben, muss das GBG jährlich eine Aktion gegen Diskriminierung veranstalten und diese gegenüber der Landeskoordination dokumentieren.

Berührende Worte von Samuel Koch

Dann war es endlich so weit: Samuel Koch hielt Einzug. Wegen eines Staus auf der Autobahn waren er und seine Mutter etwas verspätet eingetroffen. Frenetischer Jubel und donnernder Applaus empfingen den Schauspieler, als er im Lichthof eintraf.

Mit berührenden Worten wandte er sich an die Schüler, die ihn zwei Wochen zuvor mit großer Mehrheit zu ihrem Projektpaten gewählt hatten. Koch betonte die Bedeutung des Netzwerks. Jeder Mensch sei wertvoll, völlig unabhängig von äußeren Merkmalen, teilt er mit. Dazu fand er ein treffendes Beispiel aus der eigenen Schulzeit. In der Grundschule sei er ein guter Schüler gewesen, aber auf dem Gymnasium in Weil am Rhein habe er schnell die erste Fünf in Englisch erhalten. Daraufhin habe sein Vater ihm ein Jojo geschenkt und gesagt: "Für mich bist du immer eine Einsplus."

Koch betonte die stets liebevolle Zuwendung, die er erfahren habe – unter anderem von seinem ehemaligen Deutschlehrer Hubert Wischnewski. Der war, als ehemaliger Schulleiter des GBG, unter den Ehrengästen und nickte gerührt.

Koch und die Schüler des Gymnasiums haben gemeinsam viel vor in den nächsten Jahren. Im Gespräch nach Veranstaltungsende schlug der Pate den Schülern vor, ihn am 9. November nach Berlin zu einer Kranzniederlegung am Holocaust-Mahnmal zu begleiten.

Die Schüler des GBG waren begeistert und auch Schulleiter Volker Habermaier zögerte nicht lange: "Die mündliche Zustimmung ist hiermit erteilt, die schriftliche wird folgen."

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