Saugen und puffern

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 14. Januar 2021

Haus & Garten

Was es beim Heizen mit Pellets zu beachten gibt.

Das Heizen mit Holz gilt als sehr umweltschonend, weil es nahezu CO2-neutral ist. Es sind aber längst nicht nur Kamin- und Kachelöfen, in denen der nachwachsende Brennstoff für Wärme sorgt. Immer beliebter sind Pellet-Zentralheizungen, deren Kauf und Einbau vom Staat finanziell kräftig gefördert wird. Worauf Eigenheimbesitzer beim Einsatz des ökologischen Heizsystems achten sollten, verrät der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in einer Pressemitteilung.

Um Pellets nutzen zu können, muss der Brennstoff gelagert werden. Für den Jahresbedarf wird dabei etwas mehr Raum benötigt als für eine Ölheizung, denn zwei Kilo Pellets ersetzen etwa ein Liter Heizöl. Frank Ebisch vom ZVSHK kennt die Faustformel: "Pro Kilowatt Heizlast wird ein Kubikmeter Lagerraum benötigt."

Für die Beförderung der Pellets aus dem Lager in den Brenner stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Mit Saugleitungen lassen sich bis zu 20 Meter überwinden. Für kürzere Distanzen kann die sogenannte mechanische Pelletschnecke eingesetzt werden. Auch die Befüllung des Tagesvorratsbehälters mit Pellets als Sackware ist möglich.

Und zu bedenken gilt: Eine Pelletheizung schaltet nicht abrupt ab, da erst die restlichen Pellets im Kessel verbrennen. Eine Kombination mit Pufferspeicher nimmt daher die Überschusswärme auf und vermeidet den ineffizienten Teillastbetrieb des Kessels.

Der Staat beteiligt sich an den Gesamtkosten mit 35 Prozent. Wenn in Bestandsgebäuden von Öl auf Pellets umgestellt wird, gibt es sogar 45 Prozent Zuschuss. Weil eine Pelletheizung individuell geplant werden muss, ist die Beratung durch den Heizungsfachmann unerlässlich. Die Profis kennen sich mit den Förderrichtlinien aus, berücksichtigen die individuellen Verhältnisse vor Ort und prüfen auch, ob der Lagerplatz ausreicht und ob die Kombination mit Solarthermie oder Wärmepumpe sinnvoll ist.