Schachturnier-Organisator: "Wir wollen die Spieler wirklich schützen"

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Di, 08. September 2020 um 16:00 Uhr

Rheinfelden

Jörg Hostettler ist Turnierleiter beim anstehende Schachturnier in Rheinfelden. Gespielt werde mit Maske, kündigt er an. Die Spieler kommen teilweise von weit her.

Der Förderverein Schach-Freunde Pelikan und die zwei Schachclubs Schach Rheinfelden aus dem badischen Rheinfelden und Schachclub Rhy aus Rheinfelden/Schweiz richten am Wochenende das 14. Schach-Open im Schulcampus aus. BZ-Mitarbeiter Horatio Gollin hat mit Turnierleiter Jörg Hostettler über das dreitägige Schachturnier und die Jugendarbeit von Schach Rheinfelden gesprochen.

BZ: Wer nimmt am Turnier teil?

Hostettler: Wir wollen zunächst die Mitglieder der Vereine aus beiden Rheinfelden und zugewandten Vereinen ansprechen. Rheinfelden ist dann doch zu klein, um ein regional interessantes Turnier gestalten zu können. Es kommen viele regionale Spieler, aber auch Spieler aus größerer Distanz, etwa ein paar Spieler aus Markdorf in Württemberg. Es gibt Orte mit Fahrgemeinschaften, da kommen drei, vier Spieler zusammen in einem Auto und verbringen das Wochenende in Rheinfelden. Es sind aber alles Sportspieler mit internationaler Spielernummer, die in der Weltrangliste geführt werden. Am Wochenende erwarten wir circa 40 Spieler. Das Turnier wird international im Weltschachverband FIDE und im badischen Schachverband gewertet. Es ist kein Familienschach, sondern Sportschach.
Zur Person: Jörg Hostettler ist 68 Jahre alt und wohnt in Rheinfelden/Aargau. Seit zwölf Jahren ist er Präsident im Verein Schach Rheinfelden. Der frühere Informatiker ist auch offizieller Schulschachwart in den Landkreise Waldshut und Lörrach.

BZ: Was für Auflagen gelten wegen der Corona-Pandemie beim Turnier?

Hostettler: Wir haben ein Hygienekonzept abgegeben, das von der Stadt genehmigt wurde. Da wir kein motorischer Sport sind, können wir immer Maske tragen. Da sind wir wesentlich strenger. Für Sportveranstaltungen wären die Vorgaben eigentlich großzügiger. Wir wollen aber nicht nur die Auflagen der Sportverbände erfüllen, sondern die Spieler wirklich schützen, und wenn man Masken akzeptiert hat, ist das auch kein Problem mehr. Wir verlangen, dass im ganzen Gebäude Masken getragen werden, und auch von den Spielern am Brett müssen Masken getragen werden. Weiterhin gelten natürlich die allgemeinen Hygieneregeln.

BZ: Wie sieht es mit jungen Spielern beim Verein Schach Rheinfelden aus?

Hostettler: Wir bieten natürlich Ausbildung an. Wir haben einen Vereinstrainer, der gezielt Ausbildungen für Jugendliche macht. Etwa ein Drittel der Mitglieder ist unter 16 Jahren alt. Das sind zwölf Spieler, im Verein sind 33 Mitglieder. Wir machen natürlich auch Schach an Schulen und führen zurzeit die Schach AGs an zwei Rheinfelder Schulen, an einer in Basel und einer in Schopfheim. Wir betrachten die Region über die Grenzen hinaus, mit dem Rhein in der Mitte und sehen das nicht so national, territorial getrennt. Schach war immer international, deswegen haben wir auch die Internationalisierung bei der Anmeldung zu den Turnieren. Diese Spieler wissen als geübte Spieler auch Bescheid, wie die Turniere funktionieren.