Der SC-Gegner

Schalke will gegen den SC Freiburg alles reinhauen – auch ohne Caligiuri

BZ/dpa

Von BZ-Redaktion & dpa

Sa, 16. Februar 2019 um 11:37 Uhr

SC Freiburg

Der Ex-Freiburger Daniel Caligiuri ist gegen seinen früheren Klub gelbgesperrt. Dies ist nicht das einzige Problem für Schalke-Coach Domenico Tedesco.

Domenico Tedesco hat es nicht einfach. Was in dieser Woche nicht allein mit der sportlichen Situation des FC Schalke 04 zu tun hatte. Wegen eines Infektes lag der Trainer der Königsblauen dieser Tage flach. Rechtzeitig zur Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SC Freiburg gelang Tedesco aber das Comeback.

Auf dem Podium verriet der Coach dann auch, was in seinen Augen die wichtigste Voraussetzung sei, um die Partie gegen die Breisgauer erfolgreich zu gestalten: eine geschlossene Mannschaftsleistung. "Wir müssen alles reinhauen", forderte Tedesco, der den Sportclub als echten Prüfstein einordnete: "Die Freiburger bringen extrem viel Mentalität auf den Platz.

Sie haben viele gute Charaktere, die sich zerreißen." Die offensiven Verteidigungsaktionen der SC-Angreifer Nils Petersen und Florian Niederlechner hob Tedesco hervor. "Beide laufen gut an", hat er erkannt.

Doch Petersen und Niederlechner sind nicht Tedescos größte Probleme. Bei seinen Planungen für die Startelf muss er den ehemaligen Freiburger Daniel Caligiuri außen vor lassen. Der 31-jährige Allrounder muss ausgerechnet in der Partie gegen seinen früheren Arbeitgeber eine Gelbsperre absitzen. "Das muss für uns zumindest kein Schaden sein", fand SC-Coach Christian Streich.

Tedesco muss dem nun eine entsprechende personelle Alternative entgegensetzen. Wer anstelle Caligiuris auflaufen wird, wollte er allerdings nicht verraten. "Wir haben mehrere Möglichkeiten, mehrere Ideen im Kopf", berichtete Tedesco, der nicht nur auf Caligiuri, sondern auch weiterhin auf Breel Embolo, Alessandro Schöpf und Benjamin Stambouli verzichten muss.

Problemfall Rudy

Sebastian Rudy ist dagegen einsatzfähig. Wobei der Nationalspieler rund um Schalke weiterhin als "Problemfall" eingestuft wird. Trotz der frühen Auswechslung von Rudy beim Spiel zuletzt in München fürchtet Tedesco aber keine Motivationsprobleme bei seinem Spieler. Er habe Rudy die Gründe mittlerweile in einem Gespräch erläutert, verriet der Fußballlehrer. "Er war nicht der Schuldige, sondern der Leidtragende. Es war ein taktischer Wechsel", betonte er.

Tedesco hatte den 28-Jährigen ausgerechnet im Spiel bei dessen ehemaligem Klub Bayern München, das am vergangenen Samstag 1:3 verloren ging, bereits in der 33. Minute gegen Omar Mascarell ausgetauscht. Von einer Höchststrafe wollte Tedesco aber nichts wissen. "Wir hatten eine Idee, wie wir in München Fußball spielen wollten. Wir wollten mehr Ballbesitz haben", erläuterte Tedesco den Wechsel, den viele Beobachter als eine Art Demütigung für Rudy empfanden. Dieser habe sich aber im Training nicht hängen lassen und mache einen positiven Eindruck, sagte Tedesco.