Ausbau des Breitbandnetzes

Schnelles Internet für Herrischried

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Sa, 01. Mai 2021 um 17:30 Uhr

Herrischried

Gemeinde Herrischried startet den Breitbandausbau für ein schnelles Internet. Spatenstich mit Politprominenz.

"Wir stehen am Anfang des größten Projektes für die Gemeinde Herrischried", sagte Bürgermeister Christian Dröse am Donnerstag in der Eissporthalle und meinte damit den symbolischen Spatenstich für den Ausbau des Ortsnetzes für die Breitbandversorgung. Neben Landrat Martin Kistler waren auch der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner sowie die Landtagsabgeordneten Sabine-Hartmann Müller und Niklas Nüssle gekommen, um dem Ereignis beizuwohnen.

In einem coronabedingt kleinen Rahmen und wetterbedingt in der Eissporthalle fiel der Startschuss für den Ausbau des Breitbandnetzes. Neben Landrat und Abgeordneten waren unter anderem auch Gemeinderäte, Vertreter des Zweckverbandes und der Firma atene Kom, die insbesondere in Sachen Förderung in den Ausbau des Breitbandnetzes involviert ist, vor Ort.

Erfahrung mit großen Projekten

"Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun"– dieses Wort von Mahatma Ghandi stellte Bürgermeister Dröse seiner Ansprache voraus. Die Herstellung von Infrastruktur bezeichnete der Rathauschef als Hauptaufgabe für Bund, Länder und Kommunen. Und: "In der Vergangenheit haben wir gezeigt, dass wir große Projekte können", fuhr er fort und sprach damit den Neubau des Schulhauses der Gemeinschaftsschule Hotzenwald mit einer Investition von acht Millionen Euro an. Die nun anstehende Investitionssumme stelle mit 15 Millionen Euro aber alles in den Schatten, trotz der Förderung müsse die Gemeinde 1,5 Millionen Euro selbst tragen. In drei Jahren könne man sagen: "Wir haben die Zukunft unserer Gemeinde gestaltet". Der Dank von Bürgermeister Dröse galt allen Beteiligten für die "tolle Gemeinschaftsaktion".

Auch Landrat Kistler hatte ein Zitat mitgebracht: "Die Zukunft soll man nicht voraussehen, sondern möglich machen", hatte einst Antoine de Saint-Exupéry gesagt. Er stellte fest: "Heute schaffen wir Zukunft". Bei seinem Amtsantritt habe er die Hoffnung gehabt, bis zum Amtsende ein Breitbandnetz im Landkreis zu haben. Denn: "Glasfaser gehört zu der zentralen Infrastruktur, auf die man nicht verzichten kann". Gerade die Corona-Pandemie mache deutlich, dass man dies bereits in der Gegenwart haben sollte. Den Breitbandausbau im Landkreis bezeichnete er als stolzes Projekt. "Ich freue mich, dass auch die Gemeinde Herrischried mit auf dem Weg ist. Glasfaser ist eine wunderbare Investition in die Zukunft".

Schreiner äußerte seine Freude, "mal wieder unter Leuten zu sein". Und in Hinblick auf den Ausbau des Breitbandnetzes: Es sei wichtig, zu kämpfen, am Ziel sei man aber noch nicht ganz. Corona habe schmerzlich gezeigt, dass sich einiges geändert habe und eine schnelle und stabile Internetverbindung nicht zuletzt in Hinblick auf das Homeoffice extrem wichtig sei. Dem stimmte Sabine Hartmann-Müller zu und ergänzte, gerade in dieser Zeit seien auch Kontaktmöglichkeiten über das Internet von großer Bedeutung.

Auch wenn die Feierlichkeit in der Eissporthalle stattfand, griffen die Redner für den symbolischen Spatenstich dennoch zur Schippe und trugen sich in das goldene Buch der Gemeinde ein.
In Herrischried

werden 1050 Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen. Verlegt werden 140 000 Meter Rohre. Die Investitionssumme beträgt 15 Millionen Euro, die Förderquote liegt bei 90 Prozent. 1,5 Millionen Euro muss die Gemeinde selbst tragen.