Schüler fit machen für die Zukunft

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Di, 24. September 2019

Merdingen

Aktionstag an der Merdinger Hermann-Brommer-Schule mit Spiel, Spaß und Bewegung.

MERDINGEN. Sprichwörtlich eine ganze Schule war beim Fit-for-Future-Aktionstag an der Hermann-Brommer-Schule in Bewegung. An sechs Stationen konnten die Grundschüler ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten testen, ihr Wissen um gesunde Ernährung erweitern oder einfach Spaß an der Bewegung haben.

"Beim Aktionstag stellen die Schüler unserer Partnerschulen – das sind mittlerweile mehr als 2000 in Deutschland – ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten unter Beweis", erläuterte Diana Find, die im Auftrag der Krankenkasse DAK und der Cleven-Stiftung das Präventionsprojekt im südwestdeutschen Raum betreut. "Klassenzimmer, Turnhalle und Pausenhof verwandeln sich dafür in einen Parcours mit mehreren Stationen zu den drei Modulen des Präventionsprogramms: Die Kinder zeigen ihr motorisches Geschick, können ihr Wissen über gesunde Ernährung testen und ihren Geist trainieren", informierte die Ernährungsberaterin, die extra aus dem hessischen Pohlheim nach Merdingen gekommen war. Sie war positiv überrascht, wie wenig übergewichtige Kinder es an der Schule gibt und wie entspannt der Umgang miteinander ist. Das erlebe sie an Schulen im großstädtischen Umfeld oft ganz anders.

Sichtlich angetan von dem Konzept hinter dem Projekt, an dem die Merdinger Schule mittlerweile im zweiten Jahr teilnimmt, zeigte sich auch Schulleiterin Alexandra Mangold. Insbesondere die Workshops für die Lehrkräfte der Schule und das Begleitmaterial an Sport- und Spielgeräten seien eine große Hilfe. Schließlich seien für die Schule die Themen Bewegung und Ernährung sehr wichtig und würde regelmäßig im Sachunterricht und in den Forscherzeiten behandelt. Die Schule ist als bewegte Schule zertifiziert und der Rektorin sei es ein Anliegen, möglichst viel Bewegung in den Alltag der mittlerweile sechs Familienklassen mit 123 Schülern sowie der Außenklasse der Erich-Kiehn-Schule zu integrieren. Dies sei insbesondere für die inklusiv beschulten Kinder wichtig, denen es oft nicht leicht falle, sich über längere Zeit zu konzentrieren.

Beim Aktionstag waren die Kinder mit viel Freude und Eifer bei der Sache. Jede Klasse war dabei in vier Gruppen eingeteilt, die an sechs Stationen jeweils 20 Minuten lang andere Aufgaben zu lösen hatten. Auf dem Schulhof konnten sich die Kinder beim Sackhüpfen austoben, in einem Teil der Turnhalle galt es beim Dosen-Werfen sein Geschick unter Beweis zu stellen. Weiter vorne war Aufgabe, in einer Art bewegtem Memory gewürfelte Zahlen zu finden und sogar zu addieren. Auch das Stacking, bei dem Becher möglichst schnell aufeinandergestapelt werden sollten, fand viel Anklang, wie sich später beim Abschlusstreffen am Applaus messen ließ.

Das Wissen über gesunde Ernährung in den Kategorien Trinken, Obst und Beeren oder Gemüse und Nüsse wurde bei einem Quiz getestet und mehr über gesunde Lebensmittel war beim Riechen und Erkennen von Geschmäckern sowie beim Zucker-Quiz zu erfahren. Für die Schüler war es schon überraschend, wie viel Zucker doch in mancher Limonade, in Gummibärchen, in Ketchup oder in Nuss-Nougat-Cremes enthalten ist.