Schule mit Wohlfühlfaktor

Anna Uhlmann

Von Anna Uhlmann

Sa, 15. Februar 2020

Rheinfelden

WIE WAR’S BEIM... Tag der offenen Tür am Georg-Büchner-Gymnasium?.

RHEINFELDEN. Neugieriges Stimmengewirr hallte am Donnerstag durch die langen Gänge des rund 60 Jahre alten Georg-Büchner-Gymnasiums. Beim Tag der offenen Tür bot die Bildungseinrichtung interessierten Eltern und den angehenden Fünftklässlern ein vielfältiges Programm aus Angeboten zum Kennenlernen, Reinschnuppern und Informieren.

Was wurde geboten?
Begrüßt wurden die Gäste von den hellen Singstimmen vieler Fünftklässler und dem sanften Klang der jungen Instrumentalisten Anton und Felix, die das Lied ’Tango Parados’ mit Kontrabass und Cello vortrugen. Anschließend wurden die Viertklässler von Schülervertretern der zehnten Klassen durch die Gänge des Gymnasiums geführt. Dabei durften sie vier ihrer späteren Fächer, darunter auch Biologie und Französisch, genauer unter die Lupe nehmen. Im Latein-Bereich sollten die Namen griechischer Götter erraten werden und die Italienisch-Station machte die Schüler bei italienischer Musik und Gebäck spielerisch mit den ersten Vokabeln vertraut.

Währenddessen informierten Lehrkräfte an vier weiteren Stationen über die wichtigsten Angebote des Gymnasiums, wie beispielsweise über den bilingualen Zug, die MINT-Fächer und das Ganztagsprogramm. Neben zahlreichen Lehrkräften stellten sich auch Schulleiter Volker Habermaier und sein Stellvertreter Clemens Hauser den Fragen der Eltern und versorgten alle Interessierten mit den wichtigsten Fakten rund um den Schulalltag. Besonderen Zuspruch fand die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule, die sich im selben Gebäudekomplex wie das Gymnasium befindet und so eine optimale Verzahnung von Schul- und Musikunterricht ermöglicht.

Was sagen die Besucher?
Eltern wie Schüler reagierten begeistert auf das Programm: "Die verschiedenen Altersstufen getrennt voneinander zu informieren, war wirklich eine gute Idee. Die Gruppen waren nicht zu groß, über alle Themen wurde interessant und kurzweilig informiert und es gab genügend Zeit, um Fragen zu stellen", meinte Lumije Imeri, Mutter einer Viertklässlerin. Auch eine weitere Besucherin äußerte sich dankbar über das Informationsangebot: "Besonders der Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule ist ein wichtiger Schritt für die Kinder. Da ist es gut, sich einen Gesamteindruck verschaffen zu können. Man lernt die Lehrer persönlich kennen und erfährt viel über die Organisationsstruktur, wie zum Beispiel den Umgang mit Unterrichtsausfall." Rückblickend sei sie froh, sich vor einem Jahr für das GBG entschieden zu haben. "Meine Tochter, die jetzt in der 5. Klasse ist, fühlt sich wohl".

Wann eine Schule gefällt und wann nicht, hing bei den jüngeren Gästen jedoch von ganz anderen Kriterien ab. So nannten die meisten Viertklässler einen kurzen Schulweg, Freunde und tolle Lehrer als ausschlaggebend. Und der kleine Ben wusste genau, warum er im Umfeld des GBGs am liebsten lernen will: "Na, weil mein Bruder auch hier ist. Und es gibt Kekse!"

Wie lautet das Fazit?
Wenngleich die letzte Entscheidung die Erziehungsberechtigten treffen, betonten alle Mitwirkenden des Tages, wie wichtig es sei, die Bedürfnisse der Schüler bei der Wahl der weiterführenden Schule in den Mittelpunkt zu stellen: "Unglückliche Schüler ist das letzte, was wir wollen", so Lehrerin Anette Lassahn.