Corona-Lockerungen

Schwarzwaldzoo in Waldkirch darf ab 6. Mai wieder öffnen

Sylvia Sredniawa

Von Sylvia Sredniawa

Mo, 04. Mai 2020 um 16:07 Uhr

Elzach

Der Schwarzwaldzoo in Waldkirch wird am 6. Mai wieder öffnen. Die Umsetzung weiterer erlaubter Lockerungen zum Beispiel für Museen, Behindertenwerkstätten und Kirchen dauert noch an.

Im Land Baden-Württemberg treten diese Woche weitere diverse Lockerungen in den Corona-Bestimmungen in Kraft, die auch im Elz- und Simonswäldertal zu einer Erleichterung der Situation führen.

Schwarzwaldzoo:
Seit Mitte März geschlossen war der Schwarzwaldzoo in Waldkirch – nun darf er ab Mittwoch, 6. Mai, wieder öffnen. Die Besucher werden dabei auch neue Bewohner entdecken, denn unter anderem haben die Quessantschafte ihre ersten Lämmer bekommen, die ersten Zicklein sind geboren, Minischwein-Dame Schmatzi hat vier Ferkel geworfen und bei den Waldkäuzen sind Junge geschlüpft. Besucher werden gebeten, nicht in Gruppen zu kommen und einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Gästen einzuhalten. Anders als sonst gibt es keinen Tierfutterverkauf, keine Fütterungsrunden mit Besuchern und auch der Streichelzoo bleibt zu. Aber immerhin: Der Zoo macht auf! Finanziell ist der Zoo, der vom Verein Freundeskreis Schwarzwaldzoo betrieben wird, trotzdem dringend auf Spenden angewiesen, um die durch Fixkosten von rund 25 000 Euro pro Monat entstandene Lücke aufzufüllen. "Durch die weggefallenen Einnahmen im Frühjahr und Veranstaltungen fehlen uns die Rücklagen für die dreimonatige Winterpause 20/21", erläutert der Vereinsvorsitzende Ralf Volk.

Werkstätten für Behinderte:
Seit Montag wieder öffnen dürfen die Werkstätten für behinderte Menschen in Baden-Württemberg, aber auch nicht auf Vollbetrieb, sondern unter Wahrung des Infektionsschutzes. Aber selbst das ist leichter gesagt als getan, unter anderem, weil der in den Werkstätten begleitete Personenkreis zur Risikogruppe für schwere Erkrankungsverläufe mit Covid-19 zählt und daher besonders zu schützen ist. Dazu kommen Abstandsregeln (auch beim Fahrdienst und im Speisesaal) Schwierigkeiten bereiten zudem wegbrechende Aufträge aus dem Werbeartikelbereich und in der Lohnfertigung für regionale Betriebe. Das bringt die Lebenshilfe als gemeinnütziges Unternehmen in eine gleichermaßen logistisch wie finanziell schwierige Lage.

Kirchen:
Die Corona-Neuregelungen für Baden-Württemberg erlauben jetzt wieder Gottesdienste – mit entsprechenden Abstands- und Hygienevorgaben. Bei Bestattungen und ähnlichen Ereignissen dürfen jetzt wieder bis zu 50 Menschen dabei sein, wenn es der Platz hergibt. Wie konkret das im Elztal angewandt werden kann, ist noch offen. Beispielsweise wird der Kirchengemeinderat der evangelischen Gemeinde Elzach/Oberprechtal im Laufe der Woche beraten. Nach erster Einschätzung geht Pfarrerin Barbara Müller-Gärtner davon aus, dass bis einschließlich 10. Mai noch keine Gottesdienste stattfinden. Bereits abgesagt ist die Maiandacht der Kolpingfamilie Waldkirch, am 12. Mai in der St.-Margarethen-Kirche.

Friseure & Fußpflegestudios:
Wieder erlaubt – unter strengen Hygienevorschriften – sind Besuche beim Friseur und im Fußpflegestudio, nicht aber im Nagelstudio. Beim Friseur lässt sich das knapp so zusammenfassen: Kopf ja, Bart nein. Eine Anmeldung ist sinnvoll, sagen die Betreiber, da nach der Corona-Sperre der Bedarf groß und die Kapazitäten begrenzt sind, um dem Wildwuchs auf dem Kopf zu begegnen. Mundschutz ist beim Friseurbesuch Pflicht.

Museen und Spielplätze:
Die neuen Corona-Verordnungen eröffnen auch den Museen und den Spielplätzen wieder eine Perspektive. Wann und wie genau alles vonstatten geht, hängt noch von den genauen Inhalten der Vorgaben ab und den Möglichkeiten, wie die Städte und Gemeinden im Elztal damit umgehen können.