Erklär’s mir

Seit wann gibt es Brot?

Annika Sindlinger

Von Annika Sindlinger

Mo, 20. Juni 2022 um 10:18 Uhr

Erklär's mir

Vor rund 11 000 Jahren haben die Menschen angefangen, Getreide anzubauen. Das war damals noch kein Weizen wie heute, sondern Einkorn und Emmer.

Die waren sozusagen die Vorformen des Weizens. Weil es damals noch keine Mühlen gab, haben die Menschen die Getreidekörner mit Steinen zermahlen und in Wasser eingeweicht. So entstand ein Brei, den sie dann auf heißen Steinen zu Brotfladen backen konnten. Die waren dicker als Pfannkuchen, haltbar und konnten auch gut transportiert werden. Vor rund 6000 Jahren bauten die Ägypter dann richtige Öfen und benutzten Töpfe als Backformen. Entlang des ägyptischen Flusses Nil ist der Boden sehr fruchtbar, sodass Getreide dort gut wächst. Die Ägypter entdeckten auch, dass Brotteig fluffig wird, wenn man ihn stehen lässt. Denn dann gärt der Teig und geht auf. Früher hieß das Brot in Deutschland auch "prôt". Das heißt so viel wie "Gegorenes". Die Römer erfanden schließlich Drehmühlen aus Stein, die das Getreide zermahlen konnten. So wurde Brotbacken einfacher und Brot immer beliebter. Mit den Römern kam das Brot dann nach Deutschland.