Titisee-Neustadt

Skulpturen aus Holz und Ton

Tomas Biniossek

Von Tomas Biniossek

Mo, 13. September 2021 um 17:11 Uhr

Titisee-Neustadt

Künstlerin und Architekturstudentin Linda Stuber stellt beim Kunstforum aus. Die Ausstellung steht unter dem Motto "Schau hin".

"Schau hin" ist die Ausstellung überschrieben, bei der das Kunstforum Hochschwarzwald in Neustadt Arbeiten der Künstlerin Linda Stuber präsentiert. Und man schaut genau hin, wenn man diese Ausstellungsstücke betrachtet.

"Meine Arbeiten sind abstrakt und modern", sagte die in Ravensburg aufgewachsene 31-Jährige, die nun in Karlsruhe im fünften Semester Architektur studiert. Sie schafft aus Holz, Stein und Ton nichtfigürliche Skulpturen, die auf den Betrachter einen eigenen Reiz ausüben.

Schon in ihrer Zeit als Waldorfschülerin hat die junge Frau ihr Talent für Kunst entdeckt. "Ich wollte dann das tun, was mir guttut", sagte sie. Nach dem Abitur studierte sie vier Jahre lang an der Edith- Maryon-Kunstschule in Freiburg Bildhauerei und entwickelte dabei ihre eigene Art des Kunstschaffens. "Ich arbeite natürlich mit Skizzen, wovon es einige wenige in der Ausstellung auch zu sehen gibt", erklärte Stuber. Danach entstehen ihre Skulpturen, die sehr kantig sind und bei denen es um die Gestaltung von Fläche an Fläche geht. Wunderbar sind vor allem ihre Holzarbeiten, die bis zu 1,60 Meter groß sind, aber auch die in Ton, wobei diese Figuren mit 30 Zentimeter klein und zierlich sind. "Der Ton wird dabei nicht gebrannt, wodurch er natürlich sehr empfindlich ist, aber einen tollen Charakter behält."

Die Ausstellung ist die erste Einzelausstellung für Linda Stuber, die bei der Vernissage am Freitag von der neuen Vorsitzenden des Kunstforums, Sarah von der Geest, willkommen geheißen wurde. "Sascha Heidrich, ein guter Freund von mir, hat bereits in Neustadt ausstellen können und hat mich auf diesen Ausstellungsraum aufmerksam gemacht", berichtete die 31-jährige Künstlerin. Ihre Anfrage wurde zunächst abschlägig beschieden. "Dass das jetzt geklappt hat, freut mich einfach riesig", sagt sie.

Alleine von ihrer Kunst leben kann sie aber nicht. "Ich habe daher das Architekturstudium aufgenommen und hoffe, dass es mir gelingt, Kunst und Architektur zusammenzuführen." Ein Wunschtraum der Ravensburgerin ist es, als Architektin ein Gebäude zu schaffen, das wie eines ihrer Kunstwerke wirkt – ein Haus in freier Form, kantig und flächig.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 3. Oktober jeweils samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 13 Uhr in den Räumen des Kunstforums Hochschwarzwald an der Salzstraße 16 in Neustadt.