Reportage

So war der Gundelfinger Fasnachtsumzug aus Sicht der Polizei

Jonas Hirt

Von Jonas Hirt

Mo, 18. Februar 2019 um 16:46 Uhr

Südwest

BZ-Plus Für die Polizei bedeutet Fasnacht vor allem eines: Sie ist an der Belastungsgrenze – auch am Sonntag in Gundelfingen. Verantwortlich dafür sind Jugendliche, die Umzüge bewusst stören.

Der Hinweis kommt von einem Security-Mitarbeiter. "Guck mal, da gibt es Ärger", sagt er zu den Polizisten. Er meint zwei junge Männer. Einer hat die Haare zu einem Irokesen geschoren, er trägt eine Art Fellkostüm. Der andere trägt einen türkisfarbenen Retro-Trainingsanzug. Keine zehn Sekunden später stößt der Mann mit dem Irokesen seinen Kopf in das Gesicht des anderen. Der revanchiert sich mit einem Faustschlag. Beide gehen aufeinander los.

Die Polizei ist sofort da. Die Beamten wissen, dass hier einer der neuralgischen Punkte ist. Hier, das ist Gundelfingen. Ortsmitte, zwischen einem Drogeriemarkt und dem Polizeiposten. Die Kontrahenten sind schnell getrennt. Dann kommt der typische Handgriff der Beamten: Sie greifen zu Stift und Block, befragen Zeugen, nehmen Personalien auf, versuchen, zu klären, wer angefangen hat.

Mit Brauchtum nichts am Hut
So wie dieses Jahr bisher verlaufen ist, müssen auch die Gundelfinger Dorfhexen bei ihrem 25-Jahr-Jubiläum mit Problemen rechnen. Bei Umzügen sorgten Jugendliche für Ärger: Eine Zunft reiste aus March ab, einer Hästrägerin wurde dort die Maske geklaut, einem anderen wurde in Ettenheim Pfefferspray unter die Maske gesprüht. In Lahr kamen mehr als 1000 Jugendliche, um den Umzug zu stören, sagte die Polizei, erteilte acht Platzverweise und leitete 14 Ermittlungsverfahren ein.

Das Freiburger Polizeipräsidium teilt auf Nachfrage mit, dass die Gruppen sehr ...

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