Der SC Sand hat die Überraschung vor Augen

hbor

Von hbor

Mo, 16. November 2020

Frauenfussball

Bundesligist verliert am Sonntag das zweite Heimspiel in Serie.

(hbor). Frauenfußball-Bundesligist SC Sand verlor am Sonntag sein Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 0:3 (0:1). Er hatte dabei die Überraschung vor Augen, war dem 1:1 näher als die Gäste dem zweiten Treffer, ehe ein Foulelfmeter in der 79. Spielminute die Hoffnungen des SCS jäh zunichte machte. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Sanderinnen mit dem großen Favoriten aus dem Kraichgau auf Augenhöhe – lediglich die Schwäche im Verwerten der Torchancen ließ am Ende ein über den Spielverlauf hinwegtäuschendes 0:3 auf der Anzeigentafel erleuchten.

Wie bereits in den Wochen zuvor ließen die Schützlinge von Trainerin Nora Häuptle zunächst einige Chancen ungenutzt, was sich wie ein roter Faden durch die Begegnung ziehen sollte. Die Gäste gingen mit ihrer ersten gefährlichen Aktion in Führung: Erneut konnte die Sander Defensive eine Standardsituation – dieses Mal ein Freistoß – nicht verteidigen und Jana Beuschlein köpfte zum 0:1 ein (15.). Dann entwickelte sich eine intensive und äußerst attraktive Partie. Hatten die Gäste im ersten Spielabschnitt ein Chancenplus zu verzeichnen, so waren es der SCS, der im zweiten Durchgang mehr als nur eine hochkarätige Einschussmöglichkeit liegen ließ. Just in der Phase, in der der Ausgleich in der Luft lag, leistete sich Myrthe Moorrees (79.) im eigenen Strafraum ein Foul an Paulina Krumbiegel, das zum vorentscheidenden 0:2 führte. Nicole Billa verwandelte den Foulelfmeter und legte nur zwei Minuten später mit dem 0:3 nach. Einen Punkt hätten die Gastgeberinnen in dieser Begegnung sicherlich verdient gehabt, was ihnen der sportliche Leiter Sascha Reiß so auch ins Stammbuch schrieb.

In einer Woche kann mit einem Heimsieg gegen Tabellenschlusslicht SV Meppen der Lohn für die harte Arbeit der vergangenen Tage eingefahren werden. Nora Häuptle merkte man die Enttäuschung an, stand ihre Elf nach großem Aufwand am Ende doch wieder mit leeren Händen da: "Wie so oft können wir in den ersten zehn Minuten in Führung gehen, geraten aber erneut durch einen Standard in Rückstand. In den dann folgenden 70 Minuten habe ich eine hervorragende Leistung meiner Mannschaft gesehen – nach dem Penalty war es aber leider vorbei."

Tore: 0:1 Beuschlein (15.), 0:2 Billa (79./Foulelfmeter), 0:3 Billa (81.).