Doping

Freiburger Doping-Kommission tritt unter Protest zurück

Andreas Strepenick, aktualisiert um 15.27 Uhr

Von Andreas Strepenick & aktualisiert um 15.27 Uhr

Di, 01. März 2016 um 09:54 Uhr

Sportpolitik

Die Doping-Kommission an der Freiburger Universität ist unter Protest zurückgetreten. Sie beklagt, dass sie nicht mehr unabhängig arbeiten dürfe. Die Uni wies den Vorwurf zurück. Sie sprach von einem "Rücktritt ohne Grund".

Die "Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin" protestiert gegen die angebliche Einschränkung ihrer Unabhängigkeit durch den Rektor der Universität, Hans-Jochen Schiewer. Einen Kompromissvorschlag Schiewers bewertete die Kommission als nicht weitgehend genug. "Unsere Frist an den Rektor ist um Mitternacht abgelaufen", sagte Sörgel bereits am Dienstagmorgen der Badischen Zeitung. "Damit ist die Kommission automatisch zurückgetreten."

Sie war 2007 mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, die Geschichte der skandalumwitterten Freiburger Sportmedizin unter ihren ehemaligen Professoren Joseph Keul und Armin Klümper zu untersuchen. Freiburg war über vier Jahrzehnte hinweg das Zentrum des Dopings in der Bundesrepublik Deutschland.

Gemeinsame Erklärung und Dank an Paoli
Fünf der sechs Wissenschaftler wandten sich am Dienstag um 13.50 Uhr in einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit. Sie schrieben: "Im Sinne einer wahrhaftigen Aufklärung können wir keine Kompromisse bei der uns garantierten uneingeschränkten Unabhängigkeit der Kommission eingehen."

Hans Hoppeler (Schweiz), Perikles Simon (Mainz), Gerhard Treutlein (Heidelberg), Hellmut Mahler (Düsseldorf) und Fritz Sörgel (Nürnberg) würdigten in ihrer Erklärung ausdrücklich das ...

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