Kreisliga Hochrhein

Spvgg. Brennet-Öflingen: Konstant ist nur die Inkonstanz

Luis Friedrich, Lukas Karrer

Von Luis Friedrich & Lukas Karrer

Mo, 02. Dezember 2019 um 19:39 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Es gibt Fußballclubs, auf deren Ergebnisse ist relativ sicher Verlass. Und es gibt Vereine, die sind zuweilen unberechenbar. Wie die Spvgg. Brennet-Öflingen in der Kreisliga A Ost.

Große Freunde von Serien sind sie derzeit nicht bei der Spvgg. Brennet-Öflingen – im positiven wie negativen Sinne. Seit acht Spielen wechseln sich Siege, Niederlagen und Unentschieden beim Tabellenneunten aus der Ost-Staffel munter ab. Gegen den FC Bad Säckingen (2:1) holte der Bezirksliga-Absteiger nun wieder einen Dreier.

"Wir haben verdient gewonnnen, es aber einmal mehr unnötig spannend gemacht", sagte Spvgg.-Coach Urs Keser, aus dessen Sicht der Bad Säckinger Ausgleich "komplett unnötig war. Dieses Mal hatten aber wir das nötige Glück". Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit erzielte Marcel Leitner das Brenneter Siegtor. "Wir können ein anderes Level erreichen, als wir es über weite Teile der ersten Saisonhälfte gezeigt haben", so Keser, der auf die Unterstützung der lange verletzten Spieler zählt: "Gerade unser Kapitän Fabian Schmidt fehlte an allen Ecken und Enden." Für Keser sei es aber auch eine Einstellungssache: "Wenn ich weiß, dass es personell klemmt, dann muss ich mehr machen."

Spvgg.-Coach Keser: Zug nach oben "ist wohl abgefahren"

Vor der Winterpause gastiert Brennet-Öflingen am Freitag im Nachholspiel bei Primus SG Mettingen/Krenkingen. Kesers Einschätzung lässt tief blicken: " Vor der Runde wäre ich euphorischer gewesen. Vielleicht holen wir einen Punkt, vielleicht können wir überraschen und gewinnen." Insgesamt blickt der Coach der Rückrunde mit gemischten Gefühlen entgegen. Er verlangt von seinem Team eine "saubere Rückrunde", in der sich die Spieler zeigen sollen, auch wenn nach oben "der Zug wohl abgefahren ist".

Eine Berg- und Talfahrt erlebt auch der FC Bad Säckingen, dem es an Konstanz fehlt. Nach einem Hoch (zehn Punkte aus fünf Spielen) erlitt der Tabellenvorletzte mehrere Rückschläge und geht, nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Partien, mit drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer in die Winterpause.

SV Albbruck lässt Heimvorteil erneut ungenutzt

Verletzungssorgen plagten die C.S.I. Laufenburg vor dem Spiel beim SV Albbruck. Doch der Tabellenvierte gewann 4:1, in erster Linie war es Trainer Salvatore Spano wichtig, "mal wieder auswärts zu punkten". Zuvor hatte Laufenburg auf fremden Plätzen nur sechs von 21 Zählern geholt. "Wir sind mit einer mageren Truppe nach Albbruck gefahren", sagte Spano, dennoch habe seine Mannschaft guten Fußball gezeigt und verdient gewonnen. Mit voller Schlagkraft ist mit der C.S.I. zu rechnen, auch wenn sich der Trainer zunächst zurückhaltend äußert. "Das Ziel ist es, nicht wieder abzurutschen", sagte Spano. Doch "wenn wir das durchziehen, können wir auch unter die ersten Fünf kommen".

Für Albbruck läuft es hingegen derzeit alles andere als rosig. In den letzten sieben Spielen konnte das Team von Trainer Rainer Jehle lediglich einen Sieg holen. Vor allem konnte der SVA in dieser Phase seinen Heimvorteil nicht nutzen: Sechsmal war Albbruck zuhause angetreten, holte nur vier Zähler und verlor gegen Schlusslicht FC Grießen ein wichtiges Duell im Abstiegskampf.