Kolpingbrücke

Standfest für die nächsten 25 Jahre

Juliane Schlichter

Von Juliane Schlichter

Mo, 09. September 2019 um 14:50 Uhr

Waldshut-Tiengen

In der Nacht zum Sonntag wurde die Kolpingbrücke in Waldshut für den gesamten Verkehr wieder freigegeben. Ab heute, Montag, 9. September, wird die B 34 halbseitig gesperrt. Fahrzeuge aus Richtung Tiengen können auf der Bundesstraße bleiben. Wer aus Richtung Dogern kommt, wird über die südlichen Rampen umgeleitet.

Vertreter der beteiligten Firmen und der Stadtverwaltung feierten bereits am Freitagmittag die erfolgreiche Sanierung. "Ich bin froh, dass die Baustelle sich dem Ende nähert", sagte Oberbürgermeister Philipp Frank. Von der Stadt aus seien alle Arbeiten abgeschlossen. Das Regierungspräsidium müsse noch die Stützwände der Rampen instandsetzen lassen, und das neue Farbkonzept fehle noch, so der OB. Er rechnet mit einer Fertigstellung Ende des Jahres. Frank dankte allen an der Baumaßnahme beteiligten Firmen und den Bürgern, die mehr als ein Jahr lang Beeinträchtigungen durch Sperrungen, Umleitungen und Staus in Kauf nehmen mussten. "Ich kann ihren Ärger zum Teil verstehen und hoffe, dass sie das Ergebnis am Schluss versöhnen wird", so der Verwaltungschef. Mit dem Ergebnis meint der OB eine generalsanierte und farblich neu gestaltete Brücke, die mindestens die nächsten 25 Jahre halten wird, prognostiziert Xaver Ebner, Chef der Baufirma Gero Keller aus Albbruck, die den Generalauftrag für die Sanierung hat. Hätte man allerdings jetzt nichts an der Brücke gemacht, wäre sie in zwei bis drei Jahren geschlossen worden, sagte Ebner. "Sie war so stark beschädigt, dass sie nicht mehr sicher gewesen wäre." Komplett kaputt waren unter anderem die zwölf Lager, auf denen die Kolpingbrücke liegt. "Ganz gravierend war es am Gehweg an einer Stelle. Der war komplett gebrochen und dadurch nicht mehr tragfähig", schilderte Ebner das Ausmaß der Schäden. Die gesamte Entwässerung sei ebenfalls nicht mehr funktionsfähig gewesen, was zu "schweren Schäden im Betonbereich" geführt habe. Ein Großteil der Mängel sei erst nach Beginn der Arbeiten sichtbar geworden. Diese "Überraschungen", so Ebner, seien auch ein Grund gewesen, warum sich der Abschluss der Sanierung mehrmals verzögert habe. " Wäre die Brücke komplett für den Verkehr gesperrt gewesen, hätten wir die Arbeiten in der Hälfte der Zeit geschafft", sagte Ebner. Eine komplette Sperrung der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung in Waldshut sei jedoch nie eine Option gewesen.