Möglicherweise Buttersäure

Stark riechende Flüssigkeit löst Feuerwehreinsatz in Kandern aus

BZ und Jonas Hirt

Von BZ-Redaktion & Jonas Hirt

Mi, 15. Januar 2020 um 09:29 Uhr

Kandern

Erneut müssen Feuerwehr und Polizei wegen einer übel riechenden Flüssigkeit ausrücken – diesmal in Kandern. Die Ermittler prüfen, ob es einen Zusammenhang zu einem Fall in Lörrach gibt.

Erneuter Einsatz für die Rettungskräfte wegen einer stark riechenden Säure: Wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilt, wurde vermutlich von Sonntag, 12. Januar, auf Montag, 13. Januar an einer Fassade eines Gewerbegebäudes in der Hauptstraße in Kandern eine übel riechende Flüssigkeit ausgeschüttet: "Dies führte zu einer starken Geruchsbelästigung." Laut Polizei-Pressesprecher Jörg Kiefer ging der Inhaber zuerst davon aus, dass der Gestank vom Kanal komme. Er habe nicht angenommen, dass es sich um Säure handele.

Am frühen Dienstabend, nachdem der Geruch sich nicht verflüchtigte, habe ein Nachbar die Polizei und die Feuerwehr alarmiert. Die Feuerwehr lüftete das Gebäude und spritzte Teile der Fassade mit Wasser ab. Ein Nutzer des Gebäudes wurde vorsorglich durch den Rettungsdienst untersucht. "Hinweise auf den Ausbringer der Flüssigkeit, bei der es sich möglicherweise um Buttersäure gehandelt haben könnte, liegen nicht vor", heißt es in der Meldung.

Unklar, welcher Vorfall zuerst war

Die Polizei geht davon aus, dass die Tatzeit im gleichen Zeitraum liegt, wie bei dem gemeldeten Fall am Montag in der Freiburger Straße in Lörrach. Dort stellten Mitarbeiter in einem Tattoo-Studio üblen Geruch fest. "Man kann momentan aber nicht sagen, welcher Vorfall sich zuerst ereignete", sagt Kiefer.
In Lörrach hat es wieder einen Buttersäureanschlag auf ein Tattoostudio gegeben. Betroffen war das "Into The Light Tattoo Studio" an der Freiburger Straße in Tumringen.

Bei dem Geschäft in Kandern handele es sich nicht um ein Tattoostudio. "Das wäre zwar naheliegend, dem ist aber nicht so." Weitere Zusammenhänge sind derzeit nicht bekannt und werden durch die Polizei geprüft.
Die Feuerwehr Kandern war mit etwa 35 Einsatzkräften vor Ort. Der Polizeiposten Markgräflerland, Tel. 07626 97780-0, sucht Zeugen.