Millionenprojekt

Studierendenwerk plant Anbau für Wohnheim in Freiburg-Mooswald

Jelka Louisa Beule

Von Jelka Louisa Beule

Sa, 30. November 2019 um 14:32 Uhr

Mooswald

Das Studierendenwerk will neben seinem Heim an der Falkenberger Straße einen Neubau errichten. 100 Wohnheimplätze könnten geschaffen werden. Der Gestaltungsbeirat rät an, in die Höhe zu bauen.

Das Studierendenwerk plant, neben seinem Wohnheim an der Elsässer Straße im Stadtteil Mooswald ein zusätzliches Gebäude zu errichten. Dadurch könnten rund 100 neue Wohnheimplätze entstehen, in Wohngemeinschaften und Mikroapartments. Der Gestaltungsbeirat hat das Projekt begutachtet und angeregt, auch das dreistöckige Bestandsgebäude aufzustocken. Das will das Studierendenwerk jetzt prüfen.

Das bestehende Wohnheim mit 110 Plätzen gehörte früher der Evangelischen Kirche, seit 2017 ist es im Besitz des Studierendenwerks. Dieses hat bereits 1,4 Millionen Euro in das aus den 60er-Jahren stammende Gebäude investiert und es energetisch saniert sowie modernere Möbel angeschafft. 2020 sollen neue Türen hinzukommen. Die Kosten für den Neubau schätzt Studierendenwerk-Geschäftsführer Clemens Metz auf 8 bis 9 Millionen Euro. Die Realisierung des Projekts hänge deshalb von der finanziellen Situation ab. Im vergangenen Jahr waren Planungen des Studierendenwerks auf dem Markuskirchenareal in direkter Nachbarschaft gescheitert.

Gestaltungsbeirat wünscht sich vierstöckiges Gebäude

Das neue Wohnheimgebäude soll an der Elsässer Straße entstehen. Die dort befindlichen Nebengebäude und ein Andachtsraum würden abgerissen. Vorgesehen ist ein Riegel mit vier Etagen, auf der Ecke zur Falkenberger Straße sehen die Entwürfe, die vom Freiburger Büro Amann-Burdenski-Munkel-Preßer stammen, fünf Stockwerke vor. Das gefällt dem Gestaltungsbeirat nicht: Er wünscht sich einen einheitlich viergeschossigen Baukörper – inklusive Bestandsgebäude, das nach Meinung des Gremiums eine Aufstockung gut vertragen könnte. Für wichtig erachten die externen Expertinnen und Experten zudem die Gestaltung und Nutzung der Nordwestseite: Denn diese grenzt an einen Bereich an, der im Rahmenplan Mooswald als neue Stadtteilmitte definiert ist.

"Die Anregungen machen Sinn, wir werden vieles übernehmen", erklärt Clemens Metz nach der Sitzung gegenüber der BZ. Erleichtert zeigt er sich über die insgesamt positiven Reaktionen des Gremiums. Denn mit dem Gestaltungsbeirat hat das Studierendenwerk keine guten Erfahrungen gemacht. In der allerersten Sitzung 2014 hatten die Experten die Planungen für ein Studierendenwohnheim in Herdern komplett zerpflückt und dieses mit Legebatterien verglichen.

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