Baden-Württemberg

Stuttgarter Staatstheater muss saniert werden – doch noch sind Fragen offen

Jens Schmitz

Von Jens Schmitz

Fr, 29. November 2019 um 17:31 Uhr

Südwest

BZ-Plus Das Stuttgarter Staatstheater ist baufällig und muss saniert werden – doch das soll bis zu eine Milliarde Euro kosten. Oper und Ballett stehen vor ihrer größten Herausforderung.

"Monitor flackert, sonst OK", steht auf dem staubigen Steuerungspult auf dem Schrank. Von der Bühne ein paar Stockwerke tiefer klingt gedämpft Mozarts "Figaro", der im Dezember an der Stuttgarter Oper Premiere feiert. "Wir nutzen die vollen Möglichkeiten der Fantasie- und Zaubermaschine Theater", sagt der geschäftsführende Intendant Marc-Oliver Hendriks gern, wenn er über die Württembergischen Staatstheater spricht. Nun steht er im Ersatzteillager und seufzt: "Wir nehmen den Schrott aus Kassel."

Die Fantasie- und Zaubermaschine ist in die Jahre gekommen
Technikdirektor Arno Laudel erklärt: "Wir kaufen Sachen aus anderen Theatern auf und lagern sie hier. Der Hersteller hat uns vor einigen Jahren die Wartung aufgekündigt, weil die Mitarbeiter alle im Ruhestand sind, die das System kannten. Zudem kriegen sie die Anlagenteile nicht mehr." Seither wird aufgekauft, ausgeschlachtet, gehortet.

Oper und Ballett aus Stuttgart genießen Weltruf; nach Mitarbeitern gerechnet nehmen die Staatstheater für sich in Anspruch, das größte Drei-Sparten-Haus der Erde zu sein. Der klassizistische Bau neben dem Landtag, in dem Musiktheater und Tanz untergebracht sind, macht allerdings zurzeit als Sanierungsfall Schlagzeilen: Die Fantasie- und Zaubermaschine ist in die Jahre gekommen. Mehr als eine Milliarde Euro soll die Renovierung unter Umständen kosten; Stadt und Land müssten sich diesen Betrag hälftig teilen.

"Wie es hier im Innern aussieht, können die meisten sich gar nicht ...

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