Insekten in Gefahr

Auch in Baden-Württemberg werden bald Unterschriften für Bienen gesammelt

Otto Schnekenburger

Von Otto Schnekenburger

Di, 26. Februar 2019 um 16:48 Uhr

Südwest

Der Sonntag Bayern hat vorgelegt beim Bienenschutz. Doch auch am Kaiserstuhl sieht man aktuell, wie wichtig Bienenschutz auch im Südwesten ist. Und auch Gartenbesitzer können helfen.

Ziel erreicht, meldete vor kurzem die Initiative "Rettet die Bienen" in Bayern. Jetzt wollen die Baden-Württemberger nachziehen, auch ein Volksbegehren für Maßnahmen gegen das Artensterben starten. Was auf dem Spiel steht, lässt sich am Kaiserstuhl verfolgen. Hier herrscht durch die klimatischen Bedingungen noch eine außergewöhnlich reiche Artenvielfalt. Hier ermöglicht zudem die ungewöhnliche Sammlung eines großen Enthusiasten einen in dieser Form einzigartigen Blick bald 100 Jahre zurück.

In den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts sammelte der Entomologe (Insektenkundler) Karl Strohm die Arten der am Kaiserstuhl vorkommenden Insekten. 70 Kästen mit jeweils rund 200 Belegexemplaren von am Kaiserstuhl lebenden Wildbienen, Käfern oder Heuschrecken, also mit mehr als 14.000 Tieren resultieren aus Strohms leidenschaftlicher und kundiger Sammelei, einen Eindruck davon konnten die Besucher der vor kurzem zu Ende gegangenen Bienenausstellung im Freiburger Naturmuseum erhalten.

Strohms Sammlung bietet darüber hinaus einen Überblick, welche nicht mehr existente Arten es einst gab: Von der gelbfüßigen Pelzbiene etwa, die Löss-Steilwände zum Nisten und Lippenblütler wie die Schwarznessel als Nahrungsquelle braucht, lässt sich nachweisen, dass sie ein Opfer der Flurbereinigung wurde. Die Mörtelbiene, die vollsonnige Felsen braucht, wiederum profitierte früher davon, dass damals die Steilhänge mit Schafen beweidet wurden. Sie verschwand mit deren ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ