Auch Weihbischof Würtz sieht Zölibat skeptisch

Gerhard Kiefer

Von Gerhard Kiefer

Di, 30. April 2019

Südwest

FREIBURG (kie). Wie Erzbischof Stephan Burger hält auch sein künftiger Weihbischof Christian Würtz (48) nicht daran fest, dass die Priester der katholischen Kirche ehelos leben müssen. Wie bei Burger würde es auch bei ihm "keine Glaubenskrise auslösen", wenn der Zölibat aufgehoben würde, sagte der von Papst Franziskus am Freitag ernannte bisherige Freiburger Dompfarrer am Montag vor den Medien in Freiburg. Der in Jura wie in Theologie promovierte Kleriker nennt es "ganz klar, dass die Kirche Reformen braucht". Die Pastoral der Zukunft erfordere allerdings mehr weit Fantasie und Ideenreichtum als bisher. Würtz wird am Sonntag, 30. Juni, geweiht. Er hält es für denkbar, dass er auch als Bischofsvikar "zumindest noch einige Zeit" in Freiburg Dompfarrer und Stadtdekan bleiben wird.