Die Bundeswehr soll helfen gegen Cyberkriminelle

dpa,bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Fr, 08. Februar 2019

Südwest

Schutz für den Mittelstand.

STUTTGART (dpa/BZ). Innenminister Thomas Strobl (CDU) will mittelständische Unternehmen im Land besser vor Cyberkriminellen schützen und dazu die Expertise der Bundeswehr einsetzen. Das sagte Strobl am Donnerstag beim von den Veranstaltern sogenannten Cybersicherheitsforum in Stuttgart. Der Minister sprach sich eine stärkere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene aus. Für das Land selbst will Strobl "zeitnah" eine umfassende Cybersicherheitsstrategie ausarbeiten.

Im vergangenen Jahr hatte das Innenministerium eine "Cyberwehr" eingerichtet, die kleinen und mittelständischen Unternehmen nach Hackerangriffen Hilfestellung liefern soll. Insgesamt 11 000 Unternehmen im Raum Karlsruhe können sich bislang an die als Pilotprojekt gestartete Anlaufstelle wenden – das Angebot soll im Laufe des Jahres sukzessive im Land ausgeweitet werden.

Die Scheu der Firmen, sich nach einem Angriff Hilfe zu suchen, sinkt offenbar: Bei der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamtes hatten sich nach aktuellen Daten des Innenministeriums 2018 rund 800 Firmen gemeldet. Allein im Januar seinen bereits 230 Vorfälle gemeldet worden, sagte ein Sprecher. 2014 lag die Zahl erst im mittleren zweistelligen Bereich. Im aktuellen Doppelhaushalt hat die Landesregierung etwas mehr als zehn Millionen Euro für das Thema Cybersicherheit eingeplant.