München / Karlsruhe

Nicole Schneiders – rechte Verteidigerin im NSU-Prozess?

Andreas Förster

Von Andreas Förster

Di, 04. Juni 2013 um 08:16 Uhr

Südwest

Der Prozess um die zehn Morde der Terrorzelle NSU in München wird fortgesetzt. Zumindest eine der Verteidigerinnen scheint tiefer in das rechtsradikale Umfeld verwickelt.

Es war eine für Strafprozesse ungewöhnliche Szene: Am ersten Verhandlungstag im Münchner NSU-Prozess begrüßte die Karlsruher Anwältin Nicole Schneiders ihren Mandanten, den als Mordhelfer angeklagten Ralf Wohlleben, mit einem Küsschen auf die Wange. Dass dies so demonstrativ vor den Kameras erfolgte, war nicht zufällig. Die Anwältin verstärkt damit in aller Öffentlichkeit den Eindruck, dass dieses Verfahren vor dem Münchner Oberlandesgericht für sie nicht nur ein professionelles Mandat ist, sondern sie mit der radikalen rechten Szene in Verbindung steht.

Verfassungsschutzakte umfasst 1500 Seiten
Das belegt auch die rund 1500 Seiten umfassende Verfassungsschutzakte über Schneiders, die seit nunmehr fast 19 Jahren im ...

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