Südbaden

Studie sieht gefängnisartige Zustände in Wohngruppen für behinderte Menschen

Hubert Hagenmeyer

Von Hubert Hagenmeyer

Mi, 22. Januar 2020 um 08:02 Uhr

Südwest

BZ-Plus Bei der Betreuung von behinderten Menschen mit hohem Hilfebedarf in der Region sieht eine Studie erhebliche Mängel. Dabei sind passgenaue Lösungen möglich, wie ein Beispiel aus Freiburg zeigt.

Manuela Haas (Name geändert) ist autistisch behindert und muss rund um die Uhr betreut werden. Ihre Mutter bemüht sich darum, dass ihre Tochter ein Zuhause außerhalb des Elternhauses findet. Die Suche endet in der Nähe einer südbadischen Kleinstadt. Manuela wird in einer Behinderteneinrichtung aufgenommen, sie lebt in einer Wohngruppe des sogenannten Regelbedarfs.

Die Lebensumstände dort, so schildert es die Mutter, hätten kurz nach der Aufnahme alle Züge eines Albtraums getragen. Sie habe sich nicht frei bewegen gekonnt, weil sie eingeschlossen worden sei. Besuche seien verboten gewesen, ebenso der Aufenthalt zuhause an den Wochenenden. Von Beginn an habe sie Psychopharmaka schlucken müssen, so die Mutter.

"Ihr Verhalten wurde zunehmend auffälliger, sie hat schlaflose Nächte gehabt, Unruhezustände nahmen zu, zwanghaftes Weglaufen, Essensverweigerung, und in der Nacht hat sie ...

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