Pro & Contra

Stuttgart 21: Das sind die Knackpunkte bei der Schlichtung

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Fr, 26. November 2010 um 00:01 Uhr

Südwest

Stuttgart 21 zwischen Verkehrsprojekt und Stadtplanung: In der Landeshauptstadt gehen die Schlichtungsgespräche zum umstrittenen Bahnprojekt zu Ende. Wir fassen den bisherigen Verlauf zusammen.

Bei den Schlichtungsgesprächen in Stuttgart wurden die Argumente für und gegen den Bau des neuen unterirdischen Bahnhofes sowie der Neubaustrecke nach Ulm in thematischen Blöcken ausgetauscht. An den beiden letzten Tagen – Freitag und Samstag – stehen die Finanzen im Mittelpunkt. Hier noch einmal die wichtigsten Differenzen.

Verkehr
Pro: Das Gesamtprojekt Stuttgart 21 hat nach Überzeugung der Befürworter einen doppelten verkehrlichen Nutzen. Zum einen entfällt das sogenannte Kopfmachen im heutigen Bahnhof. Die Kopfbahnhöfe sind ein Überbleibsel aus jener Zeit, als die Bahn noch zwei Endpunkte einer Linie verband. In einer Netzstruktur kosten solche Endpunkte Zeit. In einem Durchgangsbahnhof kann ein Zug bereits nach einer Minute weiterfahren. Hingegen dauert es selbst bei modernen Triebfahrzeugen allein vier Minuten, um die Systeme im einen Kopf herunterzufahren und im anderen zu starten. Muss der Lokführer seinen Platz wechseln, dauert es etwas länger. Zudem muss ein Zug aus Sicherheitsgründen langsamer in einen Kopfbahnhof einfahren als in einen Durchgangsbahnhof. Ein Durchgangsbahnhof beschleunigt daher den Verkehr.
Contra: Die Gegner von S21 räumen ein, dass man durch einen Durchgangsbahnhof schneller hindurchkommt, aber sie stellen die konkreten Zahlen in Frage und bezweifeln ...

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