Baden-Württemberg

Theurer bleibt FDP-Landeschef und fordert "Freiheit for future"

Ronny Gert Bürckholdt

Von Ronny Gert Bürckholdt

Sa, 13. Juli 2019 um 15:11 Uhr

Südwest

Michael Theurer bleibt Vorsitzender der FDP Baden-Württembergs – er ließ beim Landesparteitag keinen Zweifel daran, dass die Liberalen sowohl in Stuttgart als auch in Berlin wieder an die Macht streben.

Der 52-Jährige, der auch Vizechef der FDP-Fraktion im Bundestag ist, wurde am Samstag von den Delegierten in Heilbronn mit 89 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Theurer erhielt in etwa so viel Zuspruch wie vor zwei Jahren. 2015 hatten sich noch 96 Prozent für ihn ausgesprochen. Ungewöhnlich scharfe Kritik an der eigenen Partei kam indes vom Chef der Jungen Liberalen im Land. Dieser warnte davor, eine "ganze Generation von Bürgern an die Grünen zu verlieren."

Lob für "Fridays for future"
Theurer führt die Landes-FDP seit 2013. Vor seiner neuerlichen Wiederwahl am Samstag hatte er sowohl die grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart als auch die schwarz-rote Bundesregierung angegriffen. Für seine Parteitagsrede erhielt er etwa zwei Minuten Applaus der 400 Delegierten. Die jungen Klimaaktivisten der "Fridays for future" lobte er, Theurer nannte aber auch ein ganz eigenes Konzept für den Kampf gegen die Erderwärmung: "Freiheit for future".

Der wiedergewählte Landeschef attackierte auch die AfD, forderte nach dem Mord am Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke mutmaßlich durch einen Rechtsextremisten einen "Aufstand der Anständigen". Das "dröhnende Schweigen der CDU" im Kampf gegen den Rechtsextremismus irritiere ihn, sagte Theurer. Dabei sei es an der Zeit, den Rechtsextremisten "das sympathisierende Umfeld zu entziehen. Es darf auch nicht unwidersprochen zugelassen werden, wenn Politiker der AfD in den Sozialen Netzwerken auf die Ermordung eines Regierungspräsidenten mit Häme reagieren."
"Es darf auch nicht ...

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