Kreisliga

SV 08 Laufenburg II zeigt sich vor Gipfeltreffen mit Murg unbeeindruckt

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mo, 14. September 2020 um 18:01 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Der SV 08 Laufenburg II hat die Spitze in der Fußball-Kreisliga A Ost verteidigt. Eine Woche vor dem Gipfeltreffen zeigen sich die Nullachter unbeeindruckt vom Kantersieg von BW Murg.

"Genauso wie wir es uns vorgestellt haben", sei das Derby aus Sicht des Tabellenführers verlaufen, sagt Trainer Alaa Eldin Atalla. "Wir waren taktisch diszipliniert und haben CSI so kaum ins Spiel kommen lassen. Gefährlich wurden sie eigentlich nur über Standardsituationen." Die beiden Treffer, die den 2:0-Auswärtssieg auf dem eigentlich heimischen Kunstrasen besiegelten, fielen nach zwei Kontersituationen. "Unsere Strategie war es, den Gegner aus unserer Grundformation heraus spielen zu lassen, aber an der Mittellinie war dann Feierabend", erzählt Atalla, dessen Mannschaft die vermeintlichen Schwächen des Gegners eiskalt ausgenutzt habe. "Wir wussten, dass CSI anfällig ist, wenn wir in ein schnelles Umschaltspiel kommen. Zudem konnten sie ab der 60. Spielminute auch konditionell nicht mehr mithalten."
Interview mit Albbruck-Trainer Thomas Duffner: "Wir müssen jetzt dranbleiben"

Beim Gegner sieht man das Hauptproblem nicht bei der Fitness. "Von einem 22-Mann-Kader bleiben mir aktuell noch 13 Spieler übrig", sagt Salvatore Spano, den nervt, "dass bei manchen die Disziplin nicht stimmt. Die meckern nach dem 2:0 nur noch oder laufen nicht mehr richtig mit. Diese Jungs müssen dann eben nächste Woche von draußen zuschauen und sich von ihren Teamkameraden abschauen, wie man es besser macht." Der 39-Jährige könne "nur hoffen, dass die verletzten Spieler bald wieder zurückkommen und sich im Team etwas entwickelt". Bis dahin wartet man beim Vorjahresfünften auf den ersten Saisonsieg.

"Der Druck liegt bei Murg." SV-08-Coach Atalla
Für die Nullachter-Reserve geht es am Sonntag gegen den Zweitplatzierten aus Murg. "Das wird ein stärkeres Brett", sagt Atalla. "Die wollten vom ersten Spieltag an Erster sein und haben das bis jetzt nicht geschafft. Der Druck liegt bei denen, denn wir haben mit zehn Punkten schon ein Viertel unseres Saisonziels erreicht." Das weiß auch Giuseppe Stabile, Trainer der Blau-Weißen, der gegen den Tabellenführer ein "50:50-Spiel" erwartet. "Die spielen einen schönen Fußball und treten diszipliniert auf. Wir müssen alles reinwerfen." In eine gute Ausgangslage bringt Murg der 6:1-Erfolg über den FC Weizen, der für den Trainer keine besondere Überraschung darstellte. "Für mich war das kein Ausrufezeichen, weil ich denke, dass es bessere Teams in der Liga gibt als die Weizener. Auch wenn sie selbst denken, dass sie ganz vorne angreifen können." Murg habe das Spiel von Beginn an dominiert und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, so Stabile. "Wir haben bei der Hitze Ball und Gegner laufen gelassen und zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Sieger aufkommen lassen. Mit dem Zeitpunkt der Tore hatten wir aber auch etwas Matchglück."

Glücksgefühle bestimmen beim SC Lauchringen aktuell nicht die Tagesordnung. Geht es nach Vorstand Thomas Kummer, dann "ist der Saisonverlauf mit zwei Punkten nach vier Spielen sicher nicht zufriedenstellend". Die Marinaro-Elf müsse sich klar steigern, sofern man nicht "früh da hinten reinrutschen" wolle. Hoffnung macht die Moral der Mannschaft, die sich nach einem 0:2-Rückstand gegen den SV Stühlingen berappelte (2:2) und "mit Vehemenz auf den Ausgleich gedrückt" habe. Großes Lob hatte der Vorstand für seinen Torwart parat, dem allein es zu verdanken war, "dass wir nicht mit vier oder fünf Gegentoren in die Halbzeitpause gegangen sind". Für Kummer "insgesamt ein schmeichelhaftes Ergebnis".