Tarifabschluss im Südwesten

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Di, 24. März 2020

Wirtschaft

Eigene Kurzarbeit-Regelung.

FREIBURG. Die IG Metall Baden-Württemberg und der Arbeitgeberverband Südwestmetall haben sich auf einen Tarifabschluss geeinigt. Wie beide Seiten mitteilten, wird es angesichts der Coronakrise keine Lohnerhöhung geben. Der alte Entgelttarifvertrag gilt bis Ende 2020 weiter. Da es im Südwesten bereits einen Tarifvertrag zur Kurzarbeit gibt, wird die beim Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen (NRW) vereinbarte Regelung zur Kurzarbeit nicht übernommen. Der Kurzarbeit-Tarifvertrag im Südwesten ist für die Beschäftigten finanziell vorteilhafter.

Die Regelungen im Südwesten sehen Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes zwischen 80,5 Prozent und 97 Prozent des monatlichen Nettogehalts vor, abhängig vom Kurzarbeit-Ausmaß im Betrieb. In NRW zahlen die Betriebe 350 Euro je Vollzeitbeschäftigten in einen Fonds ein. Wie das Geld auf die Kurzarbeiter verteilt wird, wird in den Betrieben entscheiden. Bei Unternehmen im Südwesten, die ohne Kurzarbeit durch die Krise kommen, kann dieser NRW-Finanzierungsbeitrag noch beantragt werden. Beschäftigte mit zu betreuenden Kindern, deren Arbeitszeitkonten leer sind und die keinen Resturlaubsanspruch aus 2019 mehr haben, erhalten bis zum 31. März fünf freie Tage.