Köndringer Grundwasserschaden

Landratsamt plant Bodenuntersuchung

Sylvia-Karina Jahn

Von Sylvia-Karina Jahn

Fr, 11. Juli 2014 um 13:00 Uhr

Teningen

Seit 26 Jahren wird am Grundwasserschaden in Köndringen saniert. Die Initiative Sauberes Grundwasser forderte eingehendere Untersuchungen mit neuen Methoden. Akute Gefahr besteht nicht – aber jetzt wird weiter geforscht.

TENINGEN. Es gibt eine neue Untersuchung zu der Belastung des Grundwassers mit polychlorierten Biphenylen und deren Abbauprodukten in der Siedlung in Köndringen. Das Landratsamt sieht sich durch das nun vorliegende Zwischenergebnis zwar in seiner Einschätzung bestätigt, dass keine akute Gesundheitsgefahr von der Altlast auf dem ehemaligen Frako-Gelände ausgeht. Doch wird es nun, in Abstimmung mit den Landesbehörden, eine neue Bodenuntersuchung geben. Das erklärt Gerd Munding, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz.

Einfach werden diese Untersuchungen nicht. "Wir bewegen uns da im Forschungsbereich", sagt Baudezernentin Petra Holz. Soll heißen: Es gibt keine Modelle, nach denen man vorgehen könnte. Deswegen sagt Munding auch noch nichts Näheres über Ort und Zeit: All das soll zuerst mit Fachbehörden Instituten abgestimmt werden, um ein belastbares Ergebnis zu erhalten. Die Bürgerinitiative sauberes Grundwasser begrüßt diese Untersuchung zwar, fordert aber weiterhin eine komplette Neubewertung des Grundwasserschadens sowie weitere Untersuchungen, vom Wasser ebenso wie von Eiern, Fischen und Fleisch der Weidetiere an der Kiesgrube.

WAS BISHER GESCHAH
Neu ist das Thema nicht. In Teningen war bereits vor mehr als 20 Jahren mit hohem Aufwand und Landeszuschüssen die Mülldeponie Kiesgrube saniert worden; dort hatte der Kondensatorenhersteller Frako – seinerzeit völlig legal – Müll abgelagert. Die Belastungen für die Siedlung gehen aber vom benachbarten Firmengelände der ehemaligen Frako in Köndringen aus. ...

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