"Es fehlen die Vorbilder"

Sarah Beha

Von Sarah Beha

Mi, 03. August 2016

Titisee-Neustadt

BZ-INTERVIEW mit Clemens Laule und Bernhard Müller, die mehr Fahrradhelme auf den Köpfen der Hochschwarzwälder sehen wollen.

TITISEE-NEUSTADT. Ferienzeit ist im Hochschwarzwald auch Fahrradzeit. Ob zum Wochenmarkt, ins Schwimmbad, abends eine Runde um den Schluchsee oder mit dem Mountainbike durch den Wald – mit dem Fahrrad lässt sich fast alles erledigen. Warum man dabei aber nie auf das Tragen eines Helms verzichten und auf was Fahrradfahrer im Hochschwarzwald noch Acht geben sollten, hat Sarah Beha mit Clemens Laule, Vorsitzender der Verkehrswacht Hochschwarzwald und Polizeihauptkommissar Bernhard Müller, zuständig für Prävention im Straßenverkehr, besprochen.

BZ: Herr Laule, Herr Müller, tragen Sie beim Fahrradfahren einen Helm?
Müller: Ich bin begeisterter Hobbyfahrer. Ich fahre jeden Tag zur Arbeit, habe ein Rennrad und ein Mountainbike. Dieses Jahr habe ich schon über 5000 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt – nicht einen davon ohne Helm.
Laule: Ich bin ein Gelegenheitsfahrer, mein Schwerpunkt liegt auf dem Motorrad. Ich bemühe mich, immer mit Helm Fahrrad zu fahren.
BZ: 2014 trugen laut einer Studie der Deutschen Verkehrswacht 69 Prozent der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren einen Helm, aber nur 13 Prozent der Erwachsenen. Wie kommt diese große Diskrepanz zustande?
Müller: Bei Viertklässlern geht man davon aus, dass 85 Prozent mit Helm fahren und 15 ohne. In der sechsten Klasse ist es genau umgekehrt. Hintergrund sind einfach die fehlenden Vorbilder. Wenn Eltern oben ohne fahren, senden sie die Botschaft: "Wenn du erwachsen bist, brauchst du keinen Helm."
BZ: Wie kann man die Erwachsenen dazu bringen, einen Helm zu tragen?
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