Dreisam-Mord

Polizei: 17-Jähriger soll Maria L. ermordet haben - ein Haar war wichtige Spur

aktualisiert um 16.46 Uhr, Frank Zimmermann, Joachim Röderer, Julia Dreier, Oliver Huber

Von aktualisiert um 16.46 Uhr, Frank Zimmermann, Joachim Röderer, Julia Dreier & Oliver Huber

Sa, 03. Dezember 2016 um 18:26 Uhr

Freiburg

Ein gefärbtes Haar hat den Durchbruch im Fall der getöteten Medizinstudenten Maria L. gebracht. Die Ermittler konnten den Sexualmord weitgehend aufklären. Der Tatverdächtige wurde von einer Streife des Polizeipostens Littenweiler festgenommen - obwohl er seine auffällige Frisur verändert hatte. Es handelt sich um einen 17 Jahre alten unbegleiteten Flüchtling aus Afghanistan. Er sitzt in U-Haft.

Dem Verdächtigen war die Polizei nach Auswertung von einer Überwachungskamera auf die Spur gekommen. Er hatte zur Tatzeit einen sogenannten Undercut, kurz rasierte Haare an der Seite und hinten und längere Haare oben. Der längere Haarschopf war teilweise blond gefärbt. Die Naturhaarfarbe sei schwarz, so die Ermittler auf einer Pressekonferenz am Samstag in Freiburg.

"Das Haar hat den Durchbruch gebracht." David Müller Eine Überwachungskamera in einer Straßenbahn der Linie 1 der Freiburger Verkehrs-AG hat die Ermittler der Soko schließlich auf die richtige Spur geführt. Die Kamera zeigte den jungen Mann auf seiner Fahrt mit der Tram. Der Tatverdächtige war in der Nacht zum 16. Oktober um 1.57 Uhr am Bertoldsbrunnen in die Bahn eingestiegen und bis zur Endhaltestelle Lassbergstraße in Littenweiler gefahren. Einer jungen Polizeimeisterin, die die Videobänder sichtete, war in dieser Woche der junge Mann auf den Bändern aufgefallen. Die markante Frisur stimmte mit dem am Tatort gefunden Haar überein.

Tatverdächtiger hatte Frisur geändert – Polizisten konnten ihn dennoch auf Straße identifizieren ...

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