Umsatzeinbruch in der Musikindustrie

dpa

Von dpa

Do, 17. September 2020

Kultur

Aufgrund der Corona-Pandemie erwartet die deutsche Musikwirtschaft einen Umsatzeinbruch. Die Akteure der Branche gehen in diesem Jahr von sieben Milliarden Euro oder knapp 29 Prozent weniger Umsatz aus als vor Corona erwartet, wie eine Musikwirtschaftsstudie ergab, die jetzt in Hamburg im Vorfeld des Reeperbahn Festivals vorgestellt wurde. Ursprünglich war fürs laufende Jahr eine Umsatzsteigerung von 23 Prozent erwartet worden. Besserung ist 2021 in Sicht. Zwischen 2014 und 2019 hatte die Branche zugelegt: Die Erlöse stiegen um 18 Prozent von circa 11,5 Milliarden Euro auf rund 13,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Erwerbstätigen wuchs um 25 Prozent auf fast 158 000, darunter 64 000 Selbstständige und rund 93 000 Arbeitnehmer. Damit sei "die Musikwirtschaft der größte Arbeitgeber innerhalb des Mediensektors in Deutschland", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher, der die Branchenvertreter vor der Festivaleröffnung zum Musikdialog Hamburg empfing.