UMSCHAU

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 16. September 2021

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

KIRCHZARTEN

Mini-Häuser bauen

Ein Dreivierteljahr war Johannes Mager auf Wohnungssuche und hat mangels Alternativen im Wohnwagen gelebt. "So ein bisschen mehr Komfort hätte ich mir da schon gewünscht", gesteht der 38-Jährige. So kam er zu den Tiny House genannten Mini-Häusern – und beschloss, seinen Job als Montageschreiner an den Nagel zu hängen. 2018 kratzte er sein Erspartes zusammen und gründete in Kirchzarten die Tiny House Factory. Seither konzipiert, baut und verkauft er seine Häuser in ganz Europa – inzwischen gemeinsam mit einem Team aus drei festangestellten und zwei freiberuflichen Mitarbeitern. In Tiny-Häusern findet nur das Allernötigste Platz. Die kleinsten haben gerade einmal zehn Quadratmeter Wohnfläche, die von Mager gebauten durchschnittlich 24 Quadratmeter.

BAD KROZINGEN

Stadtklimaanalyse

Tropische Nächte, Hitzestress, Starkregen – der Klimawandel ist deutlich spürbar in der Region, bei zunehmender Tendenz. Wie können diese Herausforderungen in einer wachsenden Stadt wie Bad Krozingen angegangen werden? Ein Instrument soll eine Stadtklimaanalyse sein, deren Erstellung der Bad Krozinger Gemeinderat in jüngster Sitzung auf Vorschlag der Verwaltung befürwortete. Kosten: 48 000 Euro, wobei bis zu 75 Prozent vom Land gefördert werden können. Die Ergebnisse aus der Analyse müssen dann bei allen weiteren Projekten berücksichtigt werden, auch bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans.

BREISACH

Faulturm in Betrieb

Die Sanierung der Breisacher Kläranlage, die vor 40 Jahren erbaut wurde, ist so gut wie abgeschlossen. Auch der Faulturm arbeitet seit einigen Tagen wieder und stellt aus dem anfallenden Klärschlamm brennbares Gas her, das für die Energieversorgung der Anlage dient. Zuvor war der rund 3500 Kubikmeter große Faulbehälter entleert und gereinigt worden, um an die Gas-, Wasser- und Elektroinstallationen zu kommen. Die ganze Sanierung der Kläranlage im Norden Breisachs wird rund 5,5 Millionen Euro kosten.

MARCH

Kein Luftfilter-Kauf

Soll die Gemeinde March für rund 70 Klassen- und Gruppenräume in Schulen und Kindergärten mobile Luftfilter anschaffen? Diese Frage wurde jetzt vom Gemeinderat intensiv diskutiert. Der Kauf der Geräte wurde aber trotz Aussicht auf Fördermittel mit großer Mehrheit und nach mehreren Kampfabstimmungen abgelehnt. Besser lüften als filtern, lautete der Tenor. Zumal die Filtergeräte die Gemeinden trotz Förderung rund 140 000 Euro kosten würden und trotzdem noch regelmäßig gelüftet werden müsse.