Umstellen auf Hybrid

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 03. März 2021

Haus & Garten

Im Verbund mit erneuerbaren Energien sind auch Öl- und Gasheizungen förderungsfähig.

Nachdem im Jahr 2019 von der Bundesregierung das Klimapaket beschlossen wurde, wuchs die Sorge, dass es künftig keine öl- oder gasbetriebenen Heizungen mehr geben wird. Tatsächlich werden beide Heizsysteme auch in Zukunft noch erlaubt sein – wie der Blick in die seit Anfang dieses Jahres geltenden neuen Richtlinie "Bundesförderung für Effiziente Gebäude" (BEG) für den Heizungsbereich zeigt. Wer jetzt einen Öl- oder Gaskessel kauft, wird ihn voraussichtlich noch bis ans Ende der Gerätelebensdauer betreiben können. Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts sind neu eingebaute Heizölkessel vermutlich aber nur noch in Verbindung mit erneuerbaren Energien zulässig.

Ein generelles Verbot von Ölheizungen ist laut dem Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) derzeit nicht geplant. Allerdings wird der Kauf von Ölheizungen laut der aktuell geltenden Förderrichtlinie nicht mehr unterstützt. Es sei denn, der bestehende Ölkessel wird mit einer Solaranlage, einer Wärmepumpe oder einem Pellet- beziehungsweise Holzheizkessel kombiniert. Kauf und Einbau dieser ergänzenden Bestandteile der Anlage werden dann finanziell bezuschusst. Wird dagegen auf Öl als Energieträger ganz verzichtet und auf eine Wärmepumpe, einen Pelletkessel oder eine Hybridheizung auf Gasbasis gesetzt, erhöht sich die Förderung um zehn Prozent. Insgesamt ermöglichen die neuen Richtlinien eine Förderung von bis zu 55 Prozent der Investitionssumme. Das bedeutet konkret, dass etwa für eine Wärmepumpe bei einer Investition von 30 000 Euro 10 500 Euro Förderung möglich sind.

Wer aktuell einen Hausbau oder die energetische Sanierung seines Eigenheims plant, sollte sich bei einem Fachmann über die möglichen Heiztechniken und die aktuellen Fördermöglichkeiten informieren. Grundsätzlich ist eine Umstellung auf eine Hybridkombilösung technisch in den meisten Fällen möglich. In den meisten Fällen dürfte sie laut ZVSHK im Vergleich zu einem reinen Kesseltausch etwa einen Tag länger dauern.

Ausführliche Infos zu den
Förderrichtlinien nach BEG unter http://mehr.bz/beg-foerderung