Betrugsmasche

Unbekannte geben sich in Freiburg am Telefon als Polizisten aus und warnen vor Einbrüchen

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Fr, 24. Mai 2019 um 12:51 Uhr

Freiburg

Mindestens 20 Menschen sind am Donnerstag in Freiburg von Betrügern angerufen worden. Diese gaben sich als Polizisten aus und warnten vor angeblich bevorstehenden Einbrüchen.

Zwischen 20.30 Uhr und Mitternacht versuchten die Unbekannten laut Polizei mindestens 20 Mal mit dieser Masche an ihr Ziel zu kommen. Am Telefon gaben sie sich als Beamte der Kriminalpolizei aus und behaupteten, dass bei den Angerufenen ein Einbruch bevorstehe. Dabei fragten sie nach Geld und Wertgegenständen in den Wohnungen, die sie zur Sicherheit abholen würden.

Herdern, Wiehre und Littenweiler betroffen

Soweit bislang bekannt, hatten die Betrüger damit jedoch keinen Erfolg. Die zum Teil stark verunsicherten Bürgerinnen und Bürger, laut Polizeisprecher Jerry Clark vor allem in den Stadtteilen Herdern, Wiehre und Littenweiler, hätten Verdacht geschöpft und sich über den Notruf 110 an die Polizei gewandt. Ob es am Donnerstag letztlich auch vollendete Fälle und damit Opfer gab, kann nicht ausgeschlossen werden. "Es besteht natürlich ein Restrisiko", sagte Clark.

Die Masche "Falscher Polizeibeamter" sei kein seltenes Phänomen und der "Ermittlungsgruppe Anruf" im Polizeipräsidium bekannt. Zuletzt gab es solche Anrufe in der Region Anfang Mai und mehrfach im April. Der letzte Freiburger Fall war im Januar. Die Betrüger konzentrieren sich in der Regel an einem Tag auf einen bestimmten Ort oder eine Stadt. Dabei benutzen sie laut Clark teilweise fingierte Telefonnummern, unter anderem mit den Zahlen 110.

Tipps der Polizei

Clark rät, sich davon nicht täuschen zu lassen oder eine solche Rufnummer zurückzurufen. Zudem sollte niemand am Telefon Informationen zu finanziellen Verhältnissen oder der Wohnung machen. Bei einem verdächtigen Anruf sollte man einfach auflegen und sich nicht unter Druck setzten lassen und etwa die Wohnadresse angeben.


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