Deutsch-Französischer Vertrag

Unternehmer und Politiker aus Baden werfen Franzosen vor, ihren Markt abzuschotten

Ronny Gert Bürckholdt

Von Ronny Gert Bürckholdt

Di, 22. Januar 2019 um 09:34 Uhr

Südwest

BZ-Plus Unmittelbar vor der Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Vertrages in Aachen beschweren sich badische Betriebe, die ihre Dienste auf der anderen Rheinseite anbieten, über bürokratische Auflagen in Frankreich. Sie fühlen sich gegängelt. Auch aus dem Elsass wird Unmut laut.

Bilder der Einigkeit wollen Angela Merkel und Emmanuel Macron an diesem Dienstag von Aachen aus durch Europa senden. 56 Jahre nach dem Élysée-Vertrag erneuern Kanzlerin und Frankreichs Staatschef nicht nur das Freundschaftsversprechen beider Länder. Im Aachener Vertrag steht auch, dass die größten Volkswirtschaften der Eurozone wirtschaftlich zusammenrücken wollen. Solche Absichtserklärungen waren schon oft zu hören, doch die Praxis in Grenzregionen wie Südbaden sieht anders aus. Badische Handwerker, Händler und Industriebetriebe sehen sich seit Jahren auf dem nahen elsässischen Markt gegängelt – und auch die andere Seite beschwert sich.

Im 16-seitigen Freundschaftsvertrag steht: Gerade in den Grenzregionen sollen die Wirtschaftsbeziehungen intensiviert werden. Gremien wie die Eurodistrikte würden aufgewertet, ein deutsch-französischer "Rat der Wirtschaftsexperten" entstehe. Erklärtes Ziel: Deutschland und Frankreich "bemühen sich um die Vollendung des Binnenmarkts".

Bis dahin sei es ein weiter Weg, sagt der Präsident der ...

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