Europa

Ursula von der Leyen macht Klimapolitik zur Chefsache

Daniela Weingärtner und Thorsten Knuf

Von Daniela Weingärtner & Thorsten Knuf

Mi, 16. September 2020 um 21:03 Uhr

Ausland

BZ-Plus Die EU-Kommissionspräsidentin hat Klimaschutz und Treibhausgase-Reduktion zur Chefsache gemacht. Autoindustrie und Gewerkschaften sind die Ziele zu ehrgeizig, den Umweltschützern zu wenig ambitioniert.

Für die einen klingt es wie eine Verheißung im Kampf gegen die Erderwärmung, für andere wie ein Programm zur Vernichtung der europäischen Industrie: Bis kommenden Sommer will die EU-Kommission die komplette Klimagesetzgebung der Union auf den Prüfstand stellen und so anpassen, dass deutlich ehrgeizigere Klimaziele als ursprünglich geplant erreicht werden können. Um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 soll der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) in der EU innerhalb einer Dekade sinken. Das kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer ersten Rede zur Lage der Union im Europaparlament in Brüssel an.

Klimaschützer warnen schon lange, dass mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Ziel von 40 Prozent Einsparung die Erderwärmung nicht auf 1,5 Grad im Jahresmittel verglichen mit der vorindustriellen Zeit begrenzt werden könne, wie es das Pariser Welt-Klimaabkommen vorsieht. Der Umweltausschuss des Europaparlaments hatte zuletzt 60 Prozent Einsparung bis 2030 gefordert.

Technologien zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes
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