Catalin C.

Urteil gegen Mörder der Endinger Joggerin Carolin G. ist rechtskräftig

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 06. September 2021 um 16:55 Uhr

Südwest

Von keiner Seite wurde Revision eingelegt: Das Urteil gegen den Mörder der Endinger Joggerin Carolin G. ist damit rechtskräftig – inklusive dem Vorbehalt der anschließenden Sicherungsverwahrung.

Das Ende August ergangene Urteil gegen Catalin C., den Mörder der Endinger Joggerin Carolin G., ist rechtskräftig. Nach Auskunft des Landgerichts Freiburg wurde von keinem Prozessbeteiligten Revision eingelegt. Damit wird der frühere Fernfahrer unter Vorbehalt nach Verbüßung seiner lebenslangen Haftstrafe im Jahr 2032 in Sicherungsverwahrung genommen werden – und nicht wieder freikommen.

Im Revisionsverfahren hatte das Landgericht Freiburg die Anordnung der Sicherungsverwahrung für Catalin C. am 25. August 2021 bestätigt. Mit dem Urteil verbunden ist der Anspruch auf Psychotherapie. Falls Catalin C. dieses Angebot annimmt und sich mit seinen Taten auseinandersetzt, so der Richter in seinem Urteil, habe C. die Chance, die Sicherungsverwahrung zu vermeiden.

Die Urteilsbegründung hatte sich auf die Ausführungen des psychiatrischen Gutachters gestützt, in der C. als ein "Mann mit zwei Ichs" beschrieben worden war – einerseits sei er ein ruhiger, freundlicher, gewissenhafter Mensch und andererseits ein Täter, der mit "absolutem Vernichtungswillen" vorgehe.
Der Fall

Der Mord an Carolin G. im November 2016 hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht und das Sicherheitsgefühl in der Region nachhaltig erschüttert, zumal nur vier Wochen zuvor die Studentin Maria Ladenburger am Ufer der Dreisam in Freiburg ermordet worden war. Die "Soko Erle" verfolgte mehr als 4000 Spuren, ehe im Januar 2017 ein ungeklärtes Tötungsdelikt im österreichischen Kufstein zur Lösung führte. In einem Dossier sammeln wir die gesamte BZ-Berichterstattung zum Mordfall Carolin G.