Iran-Krise

USA schicken weitere rund 1000 Soldaten in die Nahost-Region

AFP

Von AFP

Di, 18. Juni 2019 um 09:58 Uhr

Ausland

Inmitten der Spannungen mit dem Iran entsenden die USA weitere rund tausend Soldaten in die Nahost-Region.

Die Maßnahme diene der "Sicherheit und der Gesundheit unserer in der Region stationierten Soldaten" und solle "unsere nationalen Interessen schützen" helfen, erklärte der kommissarische US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Montag. Zugleich betonte Shanahan, die USA suchten keinen Konflikt mit dem Iran.

Zuletzt verschärften mutmaßlichen Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman die Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Der japanische Tanker "Kokuka Courageous" und die "Front Altair" aus Norwegen hatten am Donnerstag im Golf von Oman Notrufe abgesetzt, nachdem es bei beiden Schiffen an der Wasserlinie Explosionen gegeben hatte. US-Präsident Donald Trump wies Teheran die Verantwortung zu. Am Montag veröffentlichten die USA neue Bilder, welche die Verantwortung des Iran für die Attacken belegen sollen. Iran weist die Anschuldigungen zurück.

Die Vorfälle ereigneten sich einen Monat nach mutmaßlichen Sabotageakten gegen vier Schiffe vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Auch in diesen Fällen machten die USA den Iran verantwortlich - und Teheran wies dies ebenfalls zurück. Die USA hatten zuvor ihre Truppen in der Golfregion unter Verweis auf eine angebliche Bedrohung durch den Iran massiv verstärkt.

Auch die Spannungen rund um das von Trump im Mai 2018 einseitig aufgekündigte Atomabkommen mit dem Iran nahmen zuletzt zu. Die iranische Atomenergiebehörde kündigte am Montag an, dass das Land noch im Juni die in der Vereinbarung festgelegte Menge von angereichertem Uran überschreiten werde. Damit erhöhte Teheran den Druck auf die Europäer, mehr für die Umsetzung der wirtschaftlichen Seite des Atomabkommens zu tun.