Volleyball

VC Offenburg: Verspäteter Auftakt in eine Saison der Ungewissheit

Jakob Schönhagen

Von Jakob Schönhagen

Do, 17. September 2020 um 16:58 Uhr

Volleyball

Die Volleyballerinnen aus Offenburg empfangen zum Auftakt einen echten Gradmesser: Der SV Sinsheim spielte einst in der 1. Bundesliga und gehörte vergangene Saison zum Spitzentrio der Liga.

OFFENBURG. Jetzt also wirklich. Nachdem vor einer Woche in letzter Minute die corona-bedingte Absage für den Saisonauftakt gegen den TV Lebach hereinflatterte, starten die Drittligavolleyballerinnen des VC Offenburg diesen Samstag (18 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SV Sinsheim in die Saison.

"Wir haben unter der Woche noch ein Trainingsspiel gegen Liga-Konkurrent Karlsruhe-Beiertheim organisiert", berichtet Trainer Florian Scheuer. Mit 3:1 gewann der VCO. Die Generalprobe ist also gelungen. Gelingt am Samstag auch die Premiere? Scheuer jedenfalls ist guter Dinge: "Der Kader ist gut, die Mädels sind fit", findet der Gymnasiallehrer.

Insgesamt dürfen die Offenburgerinnen 188 Zuschauer in der Nord-West-Halle begrüßen. 150 Tickets werden auf der Homepage des VCO frei verkauft. Hier kann man Karten reservieren, die an der Abendkasse bezahlt werden. "Essen und Trinken wird es jetzt erst einmal nicht geben. Bis zum Platz muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden", erläutert Scheuer.

Zum verspäteten Saisonstart empfängt der VCO im SV Sinsheim direkt einen echten Kracher. Nachdem die Verantwortlichen im Sommer verlauten ließen, dass sie wieder für die 2. Bundesliga planen, wird das Duell gegen das letztjährige Top-Drei-Team direkt zum Gradmesser. Zu den Leistungsträgerinnen bei den Kraichgauerinnen zählt die ehemalige VCO-Spielerin Annika Schwager. Sein Auftaktspiel gegen Aufsteiger Konstanz gewann der SV im Tiebreak. Sinsheim spielte lange im Oberhaus, bevor sich der Verein vor knapp einem Jahrzehnt aus den Bundesligen zurückzog. Und seit dem in der Dritten Liga und Regionalliga stets zu den Spitzenteams zählt. Soll die VCO-Saison mit einer Meisterschaft gekrönt werden, geht der Weg nur über Sinsheim.

Helfen soll, dass die Offenburgerinnen wieder einen ausgewogenen Mix aus jung und alt stellen. Auf der einen Seite wären da zum Beispiel die beiden Leistungsträgerinnen aus Zweitliga-Meisterschaftszeiten, Richarda Zorn und Lisa Solleder. Auf der anderen Seite sorgen die Küken Mariella Bouagaa und Svenja Rodenbüsch für Athletik und Unbekümmertheit. Scheuer hofft, dass sein Team mit dieser Mischung rasch an die vergangene Spielzeit anknüpfen kann. Als die Pandemie im März die Saison beendete, stand der VCO auf dem zweiten Platz. Dieses Jahr will er noch höher hinaus. Ein gelungener Auftakt würde den Weg dorthin erleichtern.