Titisee-Neustadt

Verstärkung für den Jugendtreff

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Do, 09. Juli 2020 um 18:13 Uhr

Titisee-Neustadt

Gesundheitspädagoge Lukas Kolls aus Freiburg hat seine Arbeit als Jugendpfleger in Titisee-Neustadt aufgenommen – jetzt auch mit den Jugendlichen

TITISEE-NEUSTADT. Lukas Kolls strahlt. Ja, stimmt, das passt. Hobby und Beruf sind deckungsgleich. Bewegung, Gesundheit und Ernährung haben sein bisheriges Leben geprägt – gerade in Corona-Zeiten sind das bedeutende Themen. Der 24-Jährige ist der neue Jugendpfleger an der Seite von Ida Sander.

Kolls folgt Felix Schöpperle nach, der vor fast einem Jahr ausgeschieden ist. Auch er unterstützt Sander mit einer 75-Prozent-Stelle. Alexandra Walter als Vorsitzende des Träger- und Fördervereins Jugend ist froh über die Verstärkung.

Dass er das ist, liegt auf der Hand, Sander ist nicht mehr allein. Er hat es aber auch schon bewiesen. Denn er hat seinen Dienst am 1. Mai angetreten und hier gleich das Hygienekonzept für den Jugendtreff erarbeitet und laufend fortgeschrieben und sogar modellhaft in den Kooperationskreis der Jugendbetreuung im Landkreis eingebracht.

Kolls liebt Ballsportarten jeglicher Art, hat am sozialwissenschaftlichen Gymnasium das Abi mit den Schwerpunkten Pädagogik und Psychologie abgelegt, dann in Freiburg Gesundheitspädagogik studiert, unter anderem mit einem Praxissemester beim Slow-Mobil. Als Bachelor hat er 2019 abgeschlossen, Titisee-Neustadt ist seine erste Stelle.

Der Jugendtreff ist seit 1. Juli wieder geöffnet, der Besuch ist unter den besonderen Umständen dieser Tage möglich (die BZ berichtete), die Besonderheiten wie diese hervorbringt: Am Kicker sind die Spieler längs durch eine Plexiglasscheibe getrennt. "Man merkt, wie die Jugendlichen das Zusammensein vermisst haben, sie haben viel zu berichten, was in den vergangenen Monaten passiert ist", schildern Kolls und Sander Eindrücke von den ersten Begegnungen. Das Interesse ist so groß, dass die Marke 20 (einschließlich zwei Betreuern) wohl bald geknackt wäre.

Kolls ist sich sicher, dass er in der Einarbeitung viel lernen kann von seiner Chefin, die seit 2003 den Treff leitet. Aber die Jugendarbeit dürfte auch ihren Nutzen von ihm haben, denn bekanntlich finden es Jungs gut, wenn ein "Kerl" für sie da ist als Vorbild und als jemand, an dem sie sich messen können.

Der Fun-Park ist hergerichtet, aber noch geschlossen. Der Verein will kein Risiko eingehen und Sander erst Erfahrungen mit dem akuten Hygienekonzept machen, bevor es schrittweise weitergehen könnte. Walter schaut schon nach vorn, im Fun-Park fehlt noch die Basketballanlage mit Tartanfeld, aber spielen könnte man. Da können die Jugendlichen dann aufschauen zu Kolls: Zwei Meter reichen nicht, "ein paar Zentimeter noch", sagt der Neue. Und lacht.