Viel Spaß beim ersten Breisacher "Eisstock-Grümpi-Turnier"

Julius Steckmeister

Von Julius Steckmeister

Di, 03. Dezember 2019

Breisach

Auf der neuen Eisbahn auf dem Marktplatz maßen sich 28 Teams / Auch die zahlreichen Zuschauer hatten Freude an dem Wettbewerb.

BREISACH. Was nützt die schönste Eisbahn auf dem allerschönsten Marktplatz, wenn dort nichts geht? Diese Frage haben die Mitglieder des Initiativkreises Innenstadt mit dem neuen Breisacher Wintervergnügen auf dem Marktplatz beantwortet. Am Eisbahn-Eröffnungswochenende fand unter anderem ein launiger Wettkampf im Eisstockschießen statt, der sich nicht nur einer großen Teilnehmerzahl erfreute, sondern auch die Ausdauer von Material, Aktiven und Zuschauern mächtig forderte.

Die Mannschaften
"Erst lief es eher schleppend", berichtet Stefanie Armbruster, die den Initiativkreis und dessen Veranstaltungen seitens der Stadtverwaltung unterstützt. Im Gemeindeblatt, aber auch über den E-Mail-Verteiler der Vereinsgemeinschaft, hatte man zur Teilnahme am "Grümpi" aufgerufen und zunächst ging nicht wirklich viel. Kurz vor Ultimo fanden sich plötzlich 28 Teams unterschiedlichster Couleur auf der Teilnehmerliste. Vertreten waren Helferorganisationen wie DRK und Jugendfeuerwehr ebenso wie Vereinsabordnungen. Nicht fehlen durften Mannschaften aus der Brysacher Fasent – das Narrennest Algerio, die Kläpperlebuben, die Spättle oder die Kapelle Krach und Streit. Zudem gab es Spontanzusammenschlüsse und Stammtischgruppen.

Das Spiel
Eisstockschießen ist quasi eine Art Winter-Boule. Mit dem Eisstock, einer schweren Scheibe mit Griff, gilt es für jeweils zwei gegeneinander antretende Teams möglichst nah an das zuvor auf die Spielfläche geworfene "Schweinchen" – einen kleinen Plastikkringel – zu kommen. Besonderen Spaß bringt es dabei, bereits dicht am "Schweinchen" ruhende gegnerische Eisstöcke mittels des Geschosses wegzuschieben.

Der Spaß liegt hingegen beim Gegner, sofern das unbeabsichtigt mit den Eisstöcken des eigenen Teams passiert. "Nicht werfen, schieben", lautet eine goldene Regel im Umgang mit dem Eisstock, die Sportmoderatorin Sabine Ingenhoven vor Turnierbeginn ausgab. Schließlich sollten weder Spieler und Publikum, noch die Bande der Eisbahn durch ziellos umherfliegende Eisstöcke Schaden nehmen. Wenn alle Spieler ihre Eisstöcke Richtung "Schweinchen" geschoben und nicht geworfen haben, misst einer der Unparteiischen Millimeter genau, welcher Eisstock dem Ziel am nächsten ist. Beim Breisacher "Grümpi" gab es eine weitere Chance, auf das Siegertreppchen zu kommen: ein möglichst originelles Mannschaftsoutfit. So sah man Nikoläuse, Frösche und allerlei sonstige Kreaturen auf und neben der Eisbahn.



Publikum und Podest
Was ist Sport ohne Zuschauer? Dicht gedrängt und teils sogar in Vierer- und Fünferreihen scharten sich die Breisacher und ihre Gäste um die Eisbahn, um dem Turnier zuzusehen und ihre Lieblingsmannschaft kräftig anzufeuern. Damit es beim Gucken nicht kalt wurde, gab es Glühwein und Kalorien beispielsweise in Form von Grillwürsten. So geriet der Sporttag zum gemütlichen Sportfest. "Dabei sein ist alles", hieß es dann am Samstagabend nach einem langen Turniertag für die meisten Mannschaften.

Sieger gab es natürlich auch. Ein gutes Omen auf dem Kopf – Aluhüte in Form von Eisstöcken – hatte das Herrenquintett "Eisstock Bengel Breisach", das den ersten Platz im Wettkampf abräumte. Gestylt bis in die Wimpern waren die vier Damen von "Frogs on the Rocks", die den Kostümwettbewerb gewannen.