"Der Druck ist enorm gestiegen"

Bernd Fackler

Von Bernd Fackler

Sa, 14. Januar 2017

Waldkirch

BZ-INTERVIEW mit Bernd Fey, Geschäftsführer des Regionalverbunds kirchlicher Krankenhäuser, wozu auch das Waldkircher Bruder-Klaus-Krankenhaus gehört.

WALDKIRCH. Seit zwei Jahren (1. Januar 2015) ist Bernd Fey Geschäftsführer des Regionalverbunds kirchlicher Krankenhäuser (RKK gGmbH), zu dem neben dem St. Josefs- und Loretto-Krankenhaus und dem Hospiz Karl Josef (alle Freiburg) auch das Bruder-Klaus-Krankenhaus in Waldkirch gehört. BZ-Redakteur Bernd Fackler sprach mit Bernd Fey über Aufgaben, Chancen und Probleme von Krankenhäusern heute und über Gegenwart und Zukunft der ärztlichen Versorgung.

BZ: Herr Fey, was muss ein "Krankenhaus-Manager" heutzutage vor allem beherrschen?
Fey: In einer personenbezogenen Dienstleistung wie der Medizin geht es vor allem darum, für und mit Menschen zu arbeiten. Unsere Mitarbeiter in der Medizin, Therapie und Pflege möchten gern etwas Gutes tun, deshalb haben sie ja ihren Beruf gewählt. Zu meinen Aufgaben gehört es, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Und – ganz wichtig – wenn ich erreichen will, dass unsere Mitarbeiter gut mit den Patienten umgehen, muss ich gut mit den Mitarbeitern umgehen. Das läuft leider in der heutigen Krankenhauslandschaft Gefahr, verloren zu gehen. Bei dem enormen Rationalisierungsdruck, dem wir ausgesetzt sind, kann so etwas wie Empathie auf der Strecke bleiben.

BZ: Für wie viele Mitarbeiter und Patienten sind Sie im RKK-Klinikum zuständig?
Fey: Inklusive aller Tochtergesellschaften – Regional-Klinik-Service (Küche/Catering) und Regional-Reinigungs-Service – etwa für 2000 Menschen. Wir versorgen pro Jahr 30 000 Patienten stationär und haben rund 70 000 ambulante Besuche im Krankenhaus.

BZ: Warum will jemand in einem Krankenhaus arbeiten, was sind Grundvoraussetzungen für Krankenpfleger und Ärzte?
Fey: Voraussetzung zur Gewinnung guter Mitarbeiter ist ein professionelles Umfeld. Dazu gehört eine gute Infrastruktur, wie etwa die Gebäude, moderne und kapitalintensive Medizintechnik und gute Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, innerbetrieblich und extern. Eine gute Ausbildung ist das A und O guter Medizin und Pflege. Dafür muss man viel tun. Kirchliche Krankenhäuser haben da eine Vorreiterrolle. Wir haben Kranken- und Kinderkrankenpflegeschulen, ...

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