Alltagswissen

Warum sind Autoreifen schwarz?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 11. November 2020 um 10:24 Uhr

Auto & Mobilität

Ganz egal, welche Farbe das Auto hat, die Reifen sind zuverlässig schwarz. Das liegt daran, dass ein Autoreifen zu etwa einem Drittel aus Ruß besteht. Doch warum ist das so?

"Ruß mindert den Abrieb und steigert so die Laufleistung", sagt Klaus Engelhart von Continental Reifen Deutschland. Und Ruß ist schwarz. Früher war der Anteil in den Reifen höher, inzwischen versuchen die Hersteller, weniger dieser Industrieruße beizumengen.
Erklär’s mir: Womit fahren Autos?

Als Ersatz dient Kieselsäure, die ähnliche Eigenschaften hat. Doch noch genügt der Rußanteil für die schwarze Optik. Bei den ersten Autoreifen wusste man noch nicht um die Wirkung von Ruß auf die Haltbarkeit des Reifens, sie waren daher weiß – wie der verwendete Kautschuk. Rein theoretisch könnte man problemlos farbige Reifen herstellen. "Damit fahren Sie dann ein paar Kilometer, ehe die Lauffläche sich vom Dreck der Straße verfärbt, das will keiner", erklärt Engelhart.

Vor allem Oldtimerfans schätzen sogenannte Weißwandreifen, bei denen nur die Lauffläche des Reifens schwarz ist. Das sieht allerdings nur so lange schick aus, wie sich schrammende Begegnungen mit Bordsteinkanten vermeiden lassen.
Noch Fragen? Fragen Sie nur! Per E-Mail an fragen@badische-zeitung.de