Land liefert zu wenig

Weil am Rhein stellt 250.000 Euro bereit, um Corona-Tests zu kaufen

Hannes Lauber

Von Hannes Lauber

Fr, 07. Mai 2021 um 07:26 Uhr

Weil am Rhein

Weil das Land weniger Corona-Tests liefert, als die Stadt Weil am Rhein eigentlich benötigt, hat der Gemeinderat nun außerplanmäßige Ausgaben genehmigen müssen.

Am Dienstag hat das Gremium der Stadtverwaltung 250 000 Euro bewilligt, damit sie bei Bedarf Corona-Schnelltests kaufen kann. Die Summe könnte nach Berechnungen des Hauptamts bis zum Sommer nötig werden, falls das Land nicht für eine ausreichende Belieferung sorge, hieß es im Gemeinderat.

Hauptamtsleiterin Annette Huber erläuterte dazu, dass die Teststation des DRK im Haus der Volksbildung von den Engpässen nicht betroffen sei, wohl aber die verschiedenen Testangebote der Stadt für die eigenen Mitarbeiter, für die Schulen und für die Kindergärten. Das Land habe zwar angekündigt, die Beschaffung dieser Tests zu übernehmen, die Zahl der gelieferten Tests reiche aber nicht aus.

Bundesnotbremse hat den Bedarf an Tests sogar noch vergrößert

Durch die Bundesnotbremse komme nun noch hinzu, dass Schüler, die nur zwei oder drei Tage pro Woche Präsenzunterricht haben und für die bisher nur ein Test pro Woche nötig war, nun zweimal getestet werden müssen. Bei den Tests für Kindern über drei Jahren in den Kitas will das Land nur 30 Prozent der Kosten übernehmen.

Im Rathaus geht man derzeit davon aus, dass bis zu den Sommerferien 62.000 Test für die Schulen (8200 pro Woche), 12.000 für die Kitas, 2 000 für die VHS und 5000 für die Mitarbeitenden benötigt werden. Davon müssten unter Umständen bis zu 50.000 selbst beschafft werden. "Wir müssen gewährleisten, dass immer genügend Tests vorhanden sind", schilderte Huber die Lage und begründete damit die angeforderten Mittel, die gewährleisten sollen, dass man handlungsfähig bleibe. Man werde aber nur die Beträge abrufen, die auch tatsächlich gebraucht würden. Schlimmstenfalls könne bis zum Sommer aber die beantragte Summe auflaufen.