Ortschaftsrat

Weitenau verabschiedet Ortsvorsteherin Freya Bachmann mit viel Lob

Martina David-Wenk

Von Martina David-Wenk

Sa, 13. August 2022 um 05:59 Uhr

Steinen

Acht Jahre war Freya Bachmann Ortsvorsteherin in Weitenau. Nun wurde sie offiziell verabschiedet. Als Nachfolgerin nominierte der Ortschaftsrat Ulrike Mölbert.

Nach acht Jahren wurde die bisherige Weitenauer Ortsvorsteherin Freya Bachmann offiziell verabschiedet. Gleichzeitig rückte Marcus Wienholz in den Ortschaftsrat nach, denn auch dieses Mandat hatte Freya Bachmann nach 18 Jahren aus beruflichen Gründen niedergelegt.

Noch nie sei eine Ortschaftsratssitzung so voll gewesen, so jedenfalls die Einschätzung der kommissarischen Ortsvorsteherin Ulrike Mölbert. Politisch war die Sitzung unbedeutend. An diesem Abend sollte die beliebte langjährige Ortsvorsteherin Freya Bachmann offiziell verabschiedet werden. Mehr als zwanzig Personen waren gekommen, eine Traumquote für diese Sitzungen. Der ehemalige Ortsvorsteher Hans-Willi Dürr war da, genauso wie die Kolleginnen aus Schlächtenhaus und Hägelberg, auch Bürgermeister Gunther Braun.

Unermüdlicher Einsatz für den Ortsteil

Alle vernahmen, mit welchem Engagement und unermüdlichem Einsatz sich Freya Bachmann für die Belange Weitenaus eingesetzt hatte. Immer sei sie erreichbar gewesen, habe zugesagt, sich um Betreffendes zu kümmern, selbst am Wochenende per WhatsApp. Ihre Currysoße am Weitenauer Dorffest soll legendär sein. Sie habe sich in Bausachen reingefuchst und zuletzt vehement für die Fertigstellung der Straßenbaustelle zwischen Weitenau und Wieslet gekämpft. "Wir waren alle sehr überrascht", erinnerte Ulrike Mölbert noch einmal an die letzte Sitzung im Juli, als sie ihre Entscheidung bekanntgegeben hatte. "Wer Freya Bachmann kennt, weiß, dass sie Dinge nie halb macht."

"Die Arbeit hier wäre auf der Strecke geblieben", wird Freya Bachmann später noch ihre Entscheidung begründen, ihre Kraft nun ganz der neuen beruflichen Aufgabe zu widmen. Eine Arbeit, die sie als lehrreich, spannend beschrieb, die sie nicht missen möchte und ihr viel gegeben habe. Zuvor hatte auch Christa Schmieder-Wenzel für Weitenaus Vereine der scheidenden Ortsvorsteherin viel Lob mitgegeben. Die Vereine und deren Wirken seien ihr ein Anliegen gewesen, um die Festhalle als dem Herz des Dorfes habe sie sich stets gekümmert, sie habe mit dem alten Tankraum ein Archiv fürs Dorffest geschaffen, in welchem sich ganz wunderbare Entdeckungen machen ließen.

Als Geschenk ein Wochenende im Schwarzwald zu zweit

"Nicht nur die Curry-Soße, auch Freya Bachmanns Meerrettich ist eine Erwähnung wert", fügte Christa Schmieder-Wenzel an. Das Abschiedsgeschenk, ein Wochenende im Schwarzwald für zwei Personen, wurde zu zwei Dritteln von der Festgemeinschaft und zu einem Drittel von der Ortsverwaltung finanziert. Der Ortschaftsrat nominierte Bachmanns bisherige Stellvertreterin Ulrike Mölbert als neue Ortsvorsteherin für Weitenau. Der Gemeinderat muss in seiner nächsten Sitzung diesem Vorschlag noch zustimmen.

Auf Nachfrage der BZ erklärte Mölbert, dass sie Mitglied des Steinener Gemeinderats bleiben wolle. Über ihren bisherigen Posten als Sprecherin der Gemeinschaft-Fraktion werde es aber noch Gespräche geben müssen. Ihr Amt als stellvertretende Bürgermeisterin, werde sie in jedem Fall abgeben.