Weiteres Wohngebiet in Wasenweiler

Claudia Müller

Von Claudia Müller

Sa, 15. Juni 2019

Ihringen

Ihringer Gemeinderat beschießt Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet "Kehnermatten III"/ Bis zu 24 Bauplätze.

IHRINGEN-WASENWEILER. Einstimmig hat der Ihringer Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans für das Wohngebiet "Kehnermatten" in Wasenweiler beschlossen. Die rund 1,4 Hektar große Fläche wird den Namen "Kehnermatten III" tragen. Voraussichtlich können dort bis zu 24 Bauplätze entstehen.

Das Freiburger Büro Fischer, das bereits für in die Planung des frisch erschlossenen Baugebiets "Kehnermatten" verantwortlich, hat für die Fläche an der Merdingerstraße vier Varianten vorgeschlagen. Mit seinem Votum hat sich der Gemeinderat für den Vorschlag der Verwaltung angeschlossen, die sich für die erste Planungsvariante aussprach.

Demnach sollen auf dem Areal Bauplätze für insgesamt acht Doppelhaushälften und 15 Einzählhäusern entstehen. Wie Bauamtsleiter Rainer Kiss ausführte, könnte in östlicher Richtung zudem eine weitere Baumöglichkeit hinzukommen. Die alternativen Planungen hatten weniger Bauplätze vorgesehen.

Südlich des Wohngebiets soll eine Zufahrt zur Kreisstraße, nördlich eine direkte Verbindung zu den angrenzenden "Kehnermatten" entstehen. Auf diese Weise soll die Anfahrt auch dann möglich sein, wenn die Merdingerstraße oder die "Neue Mitte" für den Verkehr gesperrt sind. Für diese Planungsvariante sprechen laut Kiss zudem der kurze Fußweg ins Dorf und die strikte Trennung des Anliegerverkehrs vom Rad- und Wirtschaftsweg.

Die betroffenen Grundstückseigentümer hätten in den Verhandlungen bereits ihr Einverständnis signalisiert. "Es ist trotzdem wichtig, diese Plan zu entwickeln, damit die Eigentümer wissen, wofür sie sich entscheiden", erläuterte der Bauamtsleiter. Das Areal ist derzeit die letzte Fläche in Wasenweiler, die in ein Wohngebiet umgewandelt werden kann. Im Wasenweiler Ortschaftsrat sei insbesondere über eine dichtere Bebauung des Gebiets diskutiert worden, berichtete Ortsvorsteher Alois Lai (SPD). Das Gremium habe deswegen angeregt, dass die neuen Häuser zwei Vollgeschosse aufweisen sollen.

Bedenken äußerte Lai auch mit Blick auf die geplante Querung des Radwegs. Wie er wiesen auch andere Ratsmitglieder auf den Dreschschopf und das Gewerbegebiet hin, denn sie befürchten eine zu große Lärmbelastung in unmittelbarer Nähe des neuen Wohngebiets.

Bauamtsleiter Rainer Kiss verwies auf den zweistufigen Ablauf des Bebauungsplanverfahrens, das auch eine frühzeitige Beteiligung der Behörden vorsieht. "Sollten Probleme auftauchen, sind noch nicht so viel Zeit und Geld verloren", betonte er.