Bahn

Wer bewahrt denn sein Ticket so lange auf?

Heinz-Peter Mosebach

Von Heinz-Peter Mosebach (Stegen)

Do, 25. Juni 2020

Leserbriefe

Zu: "Entschädigung für Bahnkunden", Agenturbeitrag (Politik, 17. Juni)

Das Verkehrsministerium möchte eine Entschädigung bezahlen? Man fragt sich: Wo ist dieses mal der Haken an der Sache? Nun, man muss nicht lange suchen. Mit dem Online-Antragsformular für die Rückzahlung ist zu übermitteln: ein Zahlbeleg für eine Zeit- oder Abokarte. Das ist machbar – zum Beispiel mit einem Screenshot des Bankauszugs. So weit, so gut. Verlangt wird zudem eine Abbildung eines Zeittickets aus dem Zeitraum Juli 2019 bis Januar 2020 (auf dem zudem der Name des Antragstellers "klar zu erkennen sein muss"). Wer bewahrt diese (beim RVF als einzelne Monatsausdrucke erstellten Jahres-)Tickets auf, wenn sie ihre Gültigkeit verloren haben? Selbst wenn man dies getan hätte, ein Name steht nicht darauf. Ich bin sehr gespannt, ob das Land Baden-Württemberg diesen "Filter" benutzt, um berechtigte Anträge abzulehnen. Ich habe den Antrag ohne Abbildung eines Tickets gestellt. In spätestens 21 Tagen weiß ich Bescheid. So lange will das Ministerium für Verkehr brauchen, um meinen Antrag zu bearbeiten. Heinz-Peter Mosebach, Stegen