Staufener Missbrauchsfall

Wer ist Berrin T.?

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Fr, 06. Juli 2018 um 22:00 Uhr

Südwest

BZ-Plus Vor dem Landgericht Freiburg zeigt sich die im Missbrauchsfall angeklagte Mutter ganz anders, als sie wohl früher aufgetreten ist.

Wie kann eine Mutter so etwas machen? Diese Frage stellen die allermeisten, die sich mit dem Staufener Missbrauchsfall befassen. Es fällt völlig aus der Norm des Gewohnten und Bekannten, dass eine Mutter ihr eigenes Kind missbraucht und Männern zur Vergewaltigung und zum Missbrauch überlässt, wie es die Staatsanwaltschaft der 48 Jahre alten Berrin T. vorwirft.

Wie bringt man eine Frau dazu, ihr eigenes Kind zu missbrauchen?
In der Frage steckt deshalb das Unfassbare an diesem Fall, neben dem Ekel, dem Entsetzen und der Wut, die die Taten an dem heute Zehnjährigen hervorrufen.

Nur einer hat sich diese Frage nie gestellt – Christian L., der vorbestrafte Sexualtäter. Glaubt man seinen Erzählungen vor dem Landgericht Freiburg, dann hat er, kaum hatte er Berrin T. in der "Tafel" in Staufen kennengelernt, sie gefragt, ob er seine sexuelle Begier an ihrem Kind auslassen könne. "Normal" wäre es gewesen, wenn daraufhin die Mutter diesen Kerl einfach angezeigt oder ihn zum Teufel geschickt hätte.

Aber dieses "Normale" ist nicht eingetreten. Im Gegenteil: Trotz seiner Wünsche zieht Christian L. in ihre Wohnung ein, sie macht ihm Essen, wäscht seine Wäsche, "bemuttert" ihn, wie der heute 39-jährige Mann sagt. Schlimmer noch: Erst führt sie ihm, der angeblich vor allem auf Mädchen steht, eine Zweijährige als Opfer zu, wird, wie Filmaufnahmen zeigen, selbst aktiv. Und als das nach viermaligem Missbrauch ...

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