Marktplatz 11

Werbung - gut ist, was funktioniert

Felix Lieschke

Von Felix Lieschke

Di, 11. Mai 2021

Herbolzheim

Die Reichweite einer Werbekampagne ist gar nicht so einfach zu messen. Wie viele Menschen werden erreicht? Wie oft werden sie erreicht? Wer ist überhaupt die Zielgruppe? Welche Kanäle möchte ein Unternehmen mit der Werbung bespielen? Fragen über Fragen, die es vor der eigentlichen Werbung zu klären gilt. Denn davon hängt schließlich das Budget ab, das ein Unternehmen investieren muss. Ist alles geklärt, geht es an den Inhalt – und da gibt es einige Fettnäpfchen, in die Werbetreibende in der Vergangenheit getreten sind. Oder treten wollten? In einer Beilage in der Süddeutschen Zeitung beispielsweise hat der Autobauer BMW angesichts der Debatten um Fahrverbote in Innenstädten seine 8er-Reihe mit dem Slogan beworben "Gebaut, um den Atem zu rauben". Und wer erinnert sich noch an eine Werbung der Gemeinde Triberg vor einigen Jahren, die den ersten Männerparkplatz mit der Silhouette einer nackten Frau und dem Slogan "Steile Berge, feuchte Täler in unserem einzigartigen Triberg im Schwarzwald" illustrierte? Gut ist, wer’s selber macht: Die evangelische Kirchengemeinde in Wagenstadt hat im Amtsblatt der Stadt jetzt einen Aufruf zur Altmetallsammlung veröffentlicht mit dem Slogan: "Schrott für Gott – hier können Sie sich von Altlasten befreien und zugleich etwas für die Kirchengemeinde tun!" Geht nicht, gibt’s nicht.